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Aktuelle Nachrichten

Gelebte Integration

Um einen weiteren Religionskreis reicher ist das Gold-Museum im Hause "Gold-Fischer" auf der Oststraße. Mit der Islam-Ausstellung hat der Ahlener Goldschmied Werner Fischer es nun geschafft, nach der Ausstellung zum Christentum, dem Judentum, dem Buddhismus nun auch den Islam als Weltreligion in einer Ausstellung zu würdigen.

Mehr als 100 Gäste kamen zur Eröffnung Ende Januar, die in den Rahmen der politisch-kulturellen Wochen Türkei der VHS Ahlen eingebettet ist.

Die Redner anlässlich der Eröffnung (Werner Fischer als Hausherr und Initiator, Benedikt Ruhmöller als Bürgermeister der Stadt Ahlen und Muhammet Mertek – Hamm – als Referent zur Thematik "Islam") hoben in ihren Reden hervor, wie wichtig das Wissen über die Religion und die Gebräuche der anderen sind.

Die Ausstellung war ursprünglich bis Ende Februar geplant, wird aber auf Grund der großen Nachfrage bis in den März verlängert. Die nächsten Termine sind: Donnerstag 18. Februar, Donnerstag, 25. Febr. jeweils von 15 bis 18 Uhr. Gruppen (Vereine, Schulen usw.) sind herzlich willkommen, Terminabsprache ist erbeten. (Dieter Massin)

Hohe Wahlbeteiligung bei der Integrationsratswahl

Eine starke Mannschaft für Integration: 9 der 10 neugewählten Mitglieder des Integrationsrates (Foto: Dierk Hartleb)

Mit einer Wahlbeteiligung von 20,89 % konnte die Wahlbeteiligung der letzten Wahl um das Dreifache gesteigert werden. Mehr als 1000 Wähler kamen am Sonntag ins Wahlbüro im Rathaus, um über die Zusammensetzung des neuen Integrationsrates für die nächsten 5 Jahre abzustimmen. Gegen 19 Uhr standen dann die 10 Mitglieder fest: Die Liste "Internationales Bündnis für Ahlen" stellt mit 52,12 % der Stimmen 6 Mitglieder, die "Ahlener Integrationsliste" mit 23,42 % 2 Mitglieder, die Liste "Ankommen Ahlen" mit 11,48 % ein Mitglied und auch der Einzelkandidat Samim Kemerli wurde mit 6,96 % der Stimmen in den neuen Rat gewählt.

Wahlergebnisse der Integrationsratswahl am 7. Februar 2010

Sie haben die Wahl! - Integrationsratswahl 2010

Der Integrationsrat ist die kommunalpolitische Vertretung aller Migrantinnen und Migranten und ersetzt den bisherigen Ausländerbeirat. Gegenüber dem Rat, den Ausschüssen, der Verwaltung und der Öffentlichkeit vertritt der Integrationsrat die Interessen aller Migranten, er ist das Gremium zur Förderung der Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte durch Beratung der Politik vor Ort.

Kommen Sie als Wahlberechtigte/r am Sonntag, 07. Februar 2010 zwischen 8:00 Uhr und 18:00 Uhr mit Ihrer Wahlbenachrichtigungskarte ins Rathaus!

Bestimmen Sie mit! Informieren Sie sich und gehen Sie wählen!

„Wir sind Ahlen - Nazis sind es nicht!"

Gemeinsam stark gegen Rechts

 

„Wir wollen Flagge zeigen gegen Rechts“, sagte Max-Emre Ateser, Schülersprecher des städtischen Gymnasiums. Gemeinsam mit Ines Heise und Yannic Pokorny stellte er eine Plakataktion vor, die sich gegen „rechte Umtriebe“ in Ahlen richtet.

Ausgangspunkt für die Plakataktion der Schüler waren der Prozess gegen zwei Neonazis und die Aufmärsche von Sympathisanten bei der Urteilsverkündung in Ahlen.


Im neuen Jahr werden die Plakate mit dem Slogan „Wir sind Ahlen – Nazis sind es nicht“ überall in der Stadt zu sehen sein. Im Hintergrund werden typische Stadtbildmotive zu sehen sein: neben dem Gymnasium auch die Fördertürme, der Wasserturm, das alte und das neue Rathaus. Bürgermeister Benedikt Ruhmöller begrüßt die Initiative der Schüler und führt aus, dass Ahlen als eine bunte, vielseitige und lebendige Stadt ist, in der es kein Platz gibt für neonazistisches Gedankengut gibt.

Die Plakataktion tragen jede Menge Unterstützer mit: die Stadt Ahlen und das Integrationsteam, das Bürgerzentrum, die AWO, die Caritas, der PariSozial, das Stadtteilbüro, Pro Ahlen, die Aids-Hilfe und Drobs, die Chaoszentrale der Evangelischen Kirche, das türkische Restaurant Lehmofen und die Diesterweg- sowie die Bodelschwinghschule.

Abschlussfest zum "Demokratietraining"

Trommeln und Jugger in der Geschwister-Scholl-Hauptschule

 

Am 18.12.2009 gab es ein großes Abschlussfest des erfolgreichen EIF-Integrationsprojekts „Demokratietraining und Integrationsassistenzen“, das die Stadt Ahlen gemeinsam mit der FH Münster an den beiden Ahlener Hauptschulen (Bodelschwinghschule und Geschwister-Scholl-Schule) durchgeführt hatte. Es war das Ziel, u.a. Demokratieverständnis für den Alltag anhand von unterschiedlichsten AGs zu vermitteln.

Beim Abschlussfest im Dezember waren alle beteiligten Projektmitarbeiter und Schüler da, um sich einige Ergebnisse des einjährigen Projekts anzusehen, u.a. wurde die Arbeit der Studierenden mit den Schülern anhand von einer Videodokumentation und Fotowänden veranschaulicht. Als Highlight entpuppten sich die Aufführungen der Trommel- und Jugger-AG, es wurde aber auch eine Übung des Sozialen Kompetenztrainings gezeigt, das FH-Studierenden mit den Schülern, mehrheitlich aus Drittstaaten, durchgeführt hatten.

Bürgermeister Benedikt Ruhmöller und der gastgebende Hauptschulrektor Stephanus Stritzke lobten das Projekt außerordentlich und sprach von neuen Impulsen für die Schulen, die so positiv aufgenommen wurden, dass die Schulen und die Stadt Ahlen sich bereit erklärt haben, dieses Projekt, selbst wenn die EU-Fördermittel Ende Dezember auslaufen, auch im kommenden Jahr zu unterstützen, damit die fruchtbare Kooperation von FH und Schulen fortgeführt werden kann.

 

Verstärkung im Caritas Warenkorb durch Ehrenamtliche Nejla Paski

Nejla Paski konnte dank des durch die EU geförderten Projektes "Sprachpraxis durch Ehrenamt" als ehrenamtliche Mitarbeiterin für das Sozialkaufhaus Warenkorb gewonnen werden.

Bild: vorne: Kunde; hinten: von links: Gerda Wiehagen, Nejla Paski
Bild: vorne: Kunde; hinten: von links: Gerda Wiehagen, Nejla Paski

Der Warenkorb ist eine ehrenamtlich geführte Einrichtung in Trägerschaft des Caritasverbandes für das Dekanat Ahlen e.V.  Im Warenkorb werden gespendete Lebensmittel für ein kleines Entgelt an bedürftige Menschen abgegeben. Die Kunden des Warenkorbes sind in erster Linie Menschen, die in SGBII - Bezug stehen oder Menschen, die mit ihrem Einkommen nur geringfügig über dem Existenzminimum liegen.  Die Lebensmittel sind Spenden von Geschäften aus Ahlen und der regionalen Umgebung.

Das Ziel des Projektes "Sprachpraxis durch Ehrenamt" ist es Menschen mit Migrationshintergrund in ehrenamtliche Arbeit einzubinden, um die Sprachpraxis und soziale Kompetenzen zu erweitern. Außerdem werden praktische, interkulturelle Erfahrungen vermittelt.

Nejla Paski beispielsweise ist türkischer Herkunft und lebt seit dreizehn Jahren in Deutschland. "Nur das Besuchen von Sprachkursen reicht nicht aus", sagt sie. "Die echte Anwendung der Sprache und der Kontakt zu Menschen fehlen. Daher ist es schwer, die deutsche Sprache richtig zu erlernen." Hoch motiviert möchte Frau Paski diese Situation ändern, in dem sie sich im Warenkorb freiwillig engagiert und so direkten Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern hat. Frau Paski wurde vom Warenkorb-Team herzlich aufgenommen Gerda Wiehagen und Elisabeth Wieland vom Warenkorb freuen sich über so viel Einsatz. "Hier und an vielen anderen Stellen die sich für Ahlener einsetzen, kann jede helfende Hand gebraucht werden." sagt Ergül Aydemir vom Integrationsteam.

An einem Ehrenamt Interessierte können sich beim Integrationsteam unter der Rufnummer 59475 melden.

Studenten unterstützen Ahlener Hauptschüler

Seit den Sommerferien nehmen Schüler der Bodelschwinghschule und der Geschwister-Scholl-Schule an dem Projekt "Integrationsassistenzen und Demokratietraining" teil. Mit verschiedenen Gruppenangeboten und Einzelcoachings werden sie dabei fit für die Demokratie gemacht. Die Hälfte der Projektzeit ist jetzt um. Für die Beteiligten Grund genug, Zwischenbilanz zu ziehen.

Gruppenbild

Gruppenbild
Gruppenbild

Die Jugendlichen sind begeistert: Arbeitsgruppen zu den verschiedensten Themen bereichern seit März den Schulalltag. Höflichkeit im Alltag wird beispielsweise in sozialen Kompetenzgruppen vermittelt, in AGs zu dem Thema Berufsbildung lernen die Schüler, wie sie sich am Besten bewerben. Bei verschiedenen Sportangeboten wie einer Mädchfußballgruppe oder "Jugger" können sie sich mal so richtig austoben. Trommel-AGs und Tanzgruppen laden zum Mitmachen ein und Internetkurse zur Medienkompetenz helfen den Jugendlichen, sich gegen Mobbing im Internet zu wehren.

Gleichzeitig werden auch die Mütter mit ins Boot genommen. Mit interessanten Angeboten ist es gelungen, Mütter, die sonst nie einen Fuß in die Schule gesetzt haben, zu erreichen. Wie selbstverständlich besuchen sie jetzt die Kurse in den Schulen und werden so vertraut mit dem System und der Lernumgebung ihrer Kinder.

Neben der Schule und dem städtischen Integrationsteam sind ein wissenschaftlicher Mitarbeiter und 14 Studenten der FH Münster sowie die Schulsozialarbeiter mit der Organisation des Projektes betraut. Für die Studenten ist die Ansprache der Schüler relativ einfach. Altersmäßig noch nah dabei haben außerdem sieben Studenten selbst einen Migrationshintergrund und damit Verständnis für die Wünsche und Probleme der Jugendlichen.

Vor Projektbeginn wurde zunächst eine Befragung der Schüler und Lehrkräfte zur Ermittlung des Bedarfs durchgeführt. Um Schule und Schüler kennenzulernen assistierten die Studenten in den ersten Monaten im Unterricht. Gemeinsame Aktivitäten förderten außerdem den Zusammenhalt. So hat beispielsweise eine Schülergruppe der Bodelschwinghschule zusammen mit den Studenten am Integrationslauf teilgenommen und einen Preis für die Klassenkasse gewonnen. "So etwas stärkt das Gemeinschaftsgefühl ungemein", ist Ulla Woltering überzeugt vom Erfolg des Demokratieprojektes.

Schon jetzt freuen sich alle auf die große Abschlussveranstaltung, die im Dezember gemeinsam mit allen Beteiligten in der Geschwister-Scholl-Schule stattfinden wird.

Gefördert wird das Projekt aus dem europäischen Integrationsfonds (EIF).

Abschlussveranstaltung des Projektes "Aktiv vor Ort" in Köln

Am letzten Mittwoch fuhr die bunte Gruppe aus knapp 30 Ahlener SeniorInnen und Migrantinnen nach Köln, um die  Abschlussveranstaltung des Projektes "Aktiv vor Ort - lokale Seniorennetzwerke in NRW" zu besuchen. Im Rahmen des zweieinhalbjährigen Projektes wurden im Bereich des Seniorensportes in Ahlen, Paderborn und Ratingen innovative Angebote umgesetzt und die Vernetzung der einzelnen Anbieter vorangetrieben. Nach einer kreativen Theatervorstellung des Kölner Altentheaters schaute sich die Gruppe die interessanten Projektpräsentationen der Modelstandorte an.

Gruppenbild
Gruppenbild

Bei einem wissenschaftlichen Vortrag und einer sportlichen Vorführung konnte zudem etwas über Möglichkeiten und Trainingserfolge von Bewegungsarten gelernt werden. Außerdem konnte die Messen "Aquanale" zum Thema Sauna und Ambiente und die "Freiraum, Sport und Bäder" besucht werden die viel Sehenswertes  bot. Im Anschluss besuchte die Gruppe noch den Kölner Dom, was für einige eine neue Erfahrung und für alle ein interessanter Abstecher war. Als die Gruppe anschließend mit dem Bus nach Ahlen zurückfuhr, herrschte im Bus eine gesellige Stimmung, bei der die Erlebnisse des Tages ausgetauscht wurden. Die Teilnehmerinnen vom Integrationsteam sowie die SeniorInnen hatten gemeinsam einen schönen Tag erlebt.

Fahrt ins Freilichtmuseum nach Detmold im Rahmen der 'Frauenbegegnungen'

In Kooperation zwischen der AWO und dem Integrationsteam der Stadt Ahlen wurde am Mittwoch, den 07. Oktober 2009, die erfolgreiche Reihe 'Frauenbegegnungen' fortgesetzt. Nach gelungenen Veranstaltungen wie der Stadtrundfahrt zu Frauenorten in Ahlen und der Hochzeitsausstellung war dieses Mal das LWL-Freilichtmuseum Detmold Ziel.

Gruppenbild
Gruppenbild

Rund 40 Frauen unterschiedlicher Herkunft wollten das westfälische Landleben vor 100 bzw. 200 Jahren kennenlernen. Bei wunderbarem Herbstwetter nahmen die Teilnehmerinnen an Führungen auf dem 90 Hektar großen Gelände teil, auf dem über 100 historische Originalbauten von Bauernhöfen, Fachwerkhäusern und Windmühlen aus der Region Einblicke in das ländliche Leben der Vergangenheit gewähren. Daneben weckte die Sonderausstellung "Angekommen. Russlanddeutsches Leben" das Interesse der Frauen. Eine historische Bäckerei, in der man Backwaren nach originalen Rezepten kaufen konnte, Gärten mit "altem" Gemüse und eine ehemalige Dorfschule komplettierten den Ausflug in die Geschichte, der mit einem Kaffee im Gasthof "Zum weißen Ross" einen gemütlichen Abschluss fand. Alle Teilnehmerinnen waren begeistert und sich einig, dass es noch vieles mehr zu entdecken gibt. So planten einige Frauen bereits auf der 'Frauenbegegnungen'-Fahrt einen erneuten Besuch des Museums mit der Familie.

Mit voller Elan startet das Integrationsteam neue Aktionen - Die "Frauen Aktiv-Gruppen"

Das Integrationsteam der Stadt Ahlen hat ein interessantes und spannendes Programm für Frauen zusammengestellt. Nach den Herbstferien beginnen die ersten Aktivitäten der "Frauen-Aktiv-Gruppen". Wie, wann und wo die Frauen aktiv werden können, erfahren sie in der neuen Infobroschüre. Die vielen attraktiven Angebote - wie Kochen, Nähen, Frauencafé, Computerkurs, Walken und Yoga - decken den sportlichen, kreativen, bildenden und geselligen Bereich ab.

Gruppenfoto - Vorstellung des Programms
(vorne li. n. re.: Karina Dornscheidt, Esra Duman, Ulla Woltering, 2. Reihe li. n. re.: Ludmila Krune, Ergül Aydemir, Brigitte Wieland, hinten li. n. re.: Andrea Ortlüde, Seda Türkoglu, Maria Nortmann)

Angesprochen werden Frauen aller Nationalitäten und Generationen. "Damit die Integration besser gelingt, achten wir hier besonders auf eine Durchmischung der Gruppen. Durch gemeinsame Tätigkeiten soll das Miteinander gefördert werden, Austausch, Unterhaltung und Begegnung zwischen den Frauen erfolgen. Das gegenseitige Interesse soll geweckt und die Gelegenheit gegeben werden, neue Kontakte zu knüpfen, die auch nach den Aktionen weiter bestehen ", erzählt die Aktiv-Gruppen-Koordinatorin Ergül Aydemir. Ulla Woltering, Leiterin des Integrationsteam, freut sich über das vielfältige Angebot und betont die Wichtigkeit der Integration für ein harmonisches Zusammenleben in Ahlen.

Die Infobroschüre ist ab sofort erhältlich im Rathaus Bürgerservice, Raum 312 oder 340. Selbstverständlich steht das Integrationsteam für weitere Fragen unter den Rufnummern 02382/59-475 bzw. 59-747 zur Verfügung.

Fliegendes Klassenzimmer wird fortgesetzt

Nachdem das innovative Konzept des Fliegenden Klassenzimmers, das sich an den populären 'Tupperparties' orientiert, Migrantinnen und ihre Freundinnenkreise zu Hause besucht, bereits im Mai erfolgreich gestartet wurde, wird es nun nach der Sommerpause fortgesetzt. Das Projekt wird vom Europäischen Integrationsfonds gefördert und richtet sich speziell an interessierte Drittstaatlerinnen.

Bilgin Ergün und Maria Nortmann
Bilgin Ergün und Maria Nortmann

Maria Nortmann vom Integrationsteam und Bilgin Ergün, Ehrenamtliche und Integrationshelferin, kommen mit einem Koffer voller Überraschungen, Filmen und jeder Menge Infomaterial über Integrationsangebote in die Haushalte, um "vor Ort" das Gespräch zu suchen. Auch besteht die Option, eine Referentin zu bestimmten Themen (Gesundheit, Erziehung) mitzubringen, die sich dann den Fragen der Runde stellt.

Die beiden Mitarbeiterinnen des Fliegenden Klassenzimmers haben noch Kapazitäten frei und stehen für Besuchsanfragen gerne zur Verfügung unter 02382 59-765.

Schulische Förderung der Kinder als wichtiges Thema - Bildung bei der Integration in Ahlen das A und O

Kreis und Stadt führten gemeinsame Integrationskonferenz durch

Verleihung des Integrationspreises
Erstmals wurde der Integrationspreis der Stadt Ahlen verliehen, im Bild v.l: Birsen Budumlu, Petra Braach, Benedikt Ruhmöller, Marita Muermans, Dr. Olaf Gericke, Süheda Naiser, Rena Lohel, Adem Türkoglu, Ayser Uslu und Bilgin Ergün.

Zu einer gemeinsamen Integrationskonferenz hatten die Stadt Ahlen und der Kreis Warendorf ca. 50 Vertreter von Vereinen, Politik und Verwaltung sowie engagierte Einzelpersonen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte eingeladen.

Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, Kreisdirektor Dr. Heinz Börger, Ausländerbeiratsvorsitzender Adem Türkoglu und Daniela Noack vom Integrationsteam eröffneten das Forum nach der Methode des "World Cafés". Daniela Noack gab der versammelten Runde mit der Leitfrage "Was ist aus Ihrer Sicht besonders wichtig für ein harmonisches und gedeihliches Miteinander aller Kulturen und Nationalitäten in Ahlen?" den Startschuss für eine lebendige Diskussion. In 10 Gesprächsgruppen kamen sich alle Beteiligten in guter Atmosphäre im Laufe des Nachmittags näher. Den regen Austausch erleichterte die Tatsache, dass die Teilnehmer mehrfach die Tische wechselten und so die Runden neu gemischt wurden.

Ebenfalls gemeinsam führten die Stadt und der Kreis am gleichen Tag eine Abendveranstaltung zum bundesweiten Tag der Integration durch. Unter dem Motto "Zusammen ist besser" erlebten rund 300 Gäste in der Aula der städtischen Realschule einen unterhaltsamen und informativen Abend. Erstmals wurde dabei der mit insgesamt 1000 Euro dotierte Integrationspreis der Stadt Ahlen verliehen. Landrat Dr. Olaf Gericke, Bürgermeister Benedikt Ruhmöller und der Vorsitzende des Ahlener Ausländerbeirates, Adem Türkoglu, überreichten die Auszeichnungen. Der erste Preis (400 Euro) ging an Süheda Naisar. Durch einen Kindertreff im Hochhaus am Stockpieper und Elterntreffs an Schulen fördert Sie den Austausch zwischen Menschen verschiedener Herkunft und leistet Hilfestellungen für benachteiligte Personengruppen. Zudem kümmert sich Frau Naisar informell und privat um Frauen, die in Not geraten sind. Dieser unermüdliche Einsatz macht sie zu einem preiswürdigen Vorbild.

Den zweiten Preis teilten sich die Diesterwegschule und die Barbaraschule, die jeweils 300 Euro für ihr Engagement im Elterncafé und in der Bildungsarbeit erhielten. "Bildung ist der Schlüssel zur Integration", so Bürgermeister Ruhmöller. Für die Schulen nahmen Petra Braach und Marita Muermans die Auszeichnung entgegen. Insgesamt 13 Initiativen und Privatpersonen hatten sich um den Integrationspreis beworben, so dass der Jury die Entscheidung bei so vielen guten Ideen und Projekten nicht leicht fiel.

Podiumsdiskussion über die Situation in Ahlen
Sprachen in einer Podiumsdiskussion über die Situation in Ahlen, v. l.: Ludmila Krune, Veli Cubukcu, Adem Türkoglu, Benedikt Ruhmöller, Ulla Woltering, Mevlüt Kurnaz und Landrat Dr. Olaf Gericke.
Begeistert war das Publikum von Comedian Murat Topal.
Begeistert war das Publikum vom Unterhaltungsprogramm - u.a. mit dem Comedian Murat Topal.

Höhepunkt war der Auftritt des Kabarettisten Murat Topal. Der aus Funk und Fernsehen bekannte Ex-Polizist türkischer Abstammung aus Berlin-Neukölln führte das begeisterte Publikum durch das einstündige Unterhaltungsprogramm. Mit Wortwitz nahm er die kleinen und großen Unterschiede der deutschen und türkischen Bürger aufs Korn.  "Integrierst Du noch oder assimilierst Du schon?", fragte er zum Thema "Integration in Deutschland". Auch die bekannten Musiker Josephine Kronfli und Pit Budde, die das begeisterte Publikum zum Mitmachen aufforderten, sorgten mit ihren internationalen Liedern beim Publikum für Beifallsstürme. Maria Nortmann vom Integrationsteam der Stadt moderierte den unterhaltsamen Abend.

Bei einer Podiumsdiskussion standen zunächst die Ergebnisse der Konferenz am Nachmittag im Mittelpunkt. Moderiert wurde die Runde von Ulla Woltering, der Leiterin des städtischen Integrationsteams. Dabei wurde deutlich, dass Integration im Kopf stattfindet und nur durch die gewollte Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgen könne. Bürgermeister Benedikt Ruhmöller betonte, dass das Motto der Integrationsarbeit in Ahlen, "Zusammen ist besser" tatsächlich gelebt wird: "Menschen möchten in unserer Stadt ihr Leben gemeinsam und gemeinschaftlich führen. Zusammen und miteinander wollen wir alle unsere Stadt gestalten, so dass alle hier ihren ganz persönlichen Platz finden und sich hier wohl fühlen. Besonders wichtig sind dafür gute Sprachkenntnisse und eine gute Bildung, um sich in der Gesellschaft zu positionieren und integrieren zu können."

Gruppengespräche
In kleinen Gruppen kamen Bürger bei der gemeinsamen Integrationskonferenz der Stadt und des Kreises ins Gespräch.
Sammlung von Anregungen für die Integrationsarbeit
Von guter Atmosphäre gekennzeichnet waren die Gespräche. Die Moderatoren an den zehn Tischen konnten viele Anregungen für die Integrationsarbeit in Stadt und Kreis notieren.

Ehrenamtliche Integrationshelferinnen gehen an den Start

"Sie sind ein wichtiger Teil des Integrationsprozesses", lobte Bürgermeister Benedikt Ruhmöller die zwanzig frisch gebackenen Integrationshelferinnen jetzt bei der Überreichung ihrer "Dienstausweise". Damit gab er den "Startschuss" für ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Auftrag der Ahlener Stadtverwaltung.

Ehrenamtliche Integrationshelferinnen gehen an den Start
Ehrenamtliche Integrationshelferinnen gehen an den Start

In der Gruppe der "Integrationshelferinnen" engagieren sich Frauen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte. Alle haben gemeinsam, dass sie den Menschen mit Migrationshintergrund helfen wollen, sich in Ahlen zurechtzufinden. Dazu gehört die Hilfe bei der Überwindung kultureller und sprachlicher Hürden, die Vermittlung verschiedener Hilfen und die Begleitung zu sozialen Institutionen, Behörden etc. Intensiv geschult wurden die Ehrenamtlichen bereits seit Anfang Mai durch das Integrationsteam und ein Institut für Personalqualifizierung. So sind die Frauen jetzt mit den Ahlener Hilfsnetzwerken vertraut und bestens auf die vielfältigen Aufgaben vorbereitet.

Im Jugendzentrum Ost stehen den Helferinnen Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen offenen Gesprächsrunden und regelmäßiger Austausch stattfinden. Kontakt zu den Helferinnen kann man über das Integrationsteam aufnehmen mit Maria Nortmann, (Tel.: 59 -765), Seda Türkoglu, (Tel.: 0162-8 66 94 40) und Andrea Ortlüde (Tel.: 59-467) oder per Mail an integration-info@stadt.ahlen.de.

Bürgermeister besucht türkische Familie zum "Zuckerfest"

Einen ganz privaten Einblick in die türkische Kultur bekam Bürgermeister Benedikt Ruhmöller nun beim Besuch der türkischstämmigen Ahlener Familie Kalintas. Begleitet wurde er dabei von Daniela Noack (Integrationsteam) und Carl Holtermann (Vorsitzender der CDU-Franktion). Grund des Besuchs war das türkische "Zuckerfest". Das auch als "Ramadanfest" oder "Fest des Fastenbrechens" bezeichnete islamische Fest wird zum Abschluss der 30tägigen Fastenzeit Ramadan drei Tage lang gefeiert.

Bürgermeister besucht türkische Familie zum "Zuckerfest"
Bürgermeister besucht türkische Familie zum "Zuckerfest"

Die Feierlichkeiten beginnen dabei mit einem gemeinsamen Gebet in der Moschee. Anschließend wird auf dem Friedhof der verstorbenen Verwandten und Bekannten gedacht. Der restliche Tag wird regelmäßig dazu genutzt, Verwandte und Bekannte zu besuchen, gemeinsam zu essen und sich gegenseitig Geschenke zu machen. Besonders an die Kinder werden eine Menge Süßigkeiten verteilt. Deshalb auch der Name "Zuckerfest".

Vermittelt hatte den Besuch der Vorsitzende des DITIB-Moschee-Vereins, Veli Cubukcu. Ruhmöller, der diese türkische Familie beispielhaft für die vielen anderen türkischen Ahlener Familien besuchte, bedankte sich für die Gelegenheit, so direkt die Gebräuche und Gepflogenheiten der türkischen Kultur kennenlernen zu dürfen. Hautnah erlebte er dabei die große Gastfreundschaft der Familie, die ihn mit verschiedenen türkischen Spezialitäten verwöhnte.

Drei Generationen wohnen inzwischen in dem Haus. Ganz klassisch die Geschichte der Familie: In den 1960er Jahren kam Großvater Ali nach Ahlen, um im hiesigen Bergbau zu arbeiten. Inzwischen ist die Familie um zahlreiche Kinder, Schwiegerkinder und Enkelkinder gewachsen. Dabei sind sie "ein Musterbeispiel für gelungene Integration in Ahlen", findet Ruhmöller. Alle Familienmitglieder sprechen gut Deutsch, sind berufstätig oder absolvieren eine Ausbildung bzw. gehen noch zur Schule oder in den Kindergarten. Vater Kalintas betreibt beim ATSV aktive Integrationsarbeit.

"Wir wissen, wie viel Wert Sie auf Integration legen und das merken wir auch", würdigte auch Cubukcu, der Vorsitzende der Ditib-Moschee, die vielfältigen Aktivitäten der Stadt Ahlen in Sachen Integration. "Wir fühlen uns in Ahlen wohl und haben auch das Gefühl, dass wir hier gut zusammengewachsen sind."

"Tag der Integration" am 25.09.2009 in Ahlen

Infoveranstaltung "Wahlen und wählen gehen" für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

In der vergangenen Woche fanden auf Einladung des städtischen Integrationsteams in Zusammenarbeit mit den Ahlener Migrationsselbstorganisationen (MSOs) und dem Ausländerbeirat zwei Informationsveranstaltungen zu dem Thema "Wahlen und Wählen gehen" statt. Eingeladen waren alle interessierten Bürger mit Zuwanderungsgeschichte.

Gruppenbild
Das Integrationsteam zusammen mit den in Ahlen ansässigen Mitgrantenselbstorganisationen

Anlass war die Kommunal- und Bundestagswahl. Verena Strozyk, eine Mitarbeiterin des Integrationsteams, präsentierte viele interessante Infos. So berichtete sie einleitend "Jede Wahl verläuft allgemein, frei, geheim, gleich und unmittelbar" Besonders wichtig war ihr zu betonen  "Mitbestimmen kann nur, wer wählen geht".

Ziel der Veranstaltung war es,  Menschen mit Migrationshintergrund einen allgemeinen Überblick über das Thema "Wahlen" zu verschaffen. Das interessierte Publikum wurde über den Wahlverlauf und die Bedeutung der Wahlen informiert. Ein weiteres wichtiges Thema war die Wahl des Integrationsrates. Das Beratungsgremium wird von Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft gewählt. Der Aufgabenschwerpunkt des Integrationsrates liegt auf der Integrationsförderung und der Interessenvertretung aller Migranten in der Stadt Ahlen.

Im Vordergrund der Veranstaltungen stand vor allem die Ermutigung der ausländischen Mitbürger Selbstinitiative zu ergreifen und eigenständig wählen zu gehen. "Das Wahlrecht ist das wichtigste politische Bürgerrecht in der Demokratie. Wenn Sie wählen gehen, bestimmen Sie über die Zukunft in ihrer Kommune.", appellierte Mehmet Tanli vom Integrationsteam der Stadt Ahlen.

Praktische Fragen der Anwesenden beantworteten bei der ersten Veranstaltung die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Ahlen, Elisabeth Werner, und ein  Mitorganisator der Wahlen, Frank Merschhaus. In einer weiteren Informationsveranstaltung standen Ergül Aydemir, eine Mitarbeiterin des Integrationsteams und der Vorsitzende des Ausländerbeirates Adem Türkoglu für Fragen bereit.

Demnächst werden noch weitere Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit den MSOs und unterschiedlichen Themen folgen. Das Thema der nächsten Veranstaltung wird zum Beispiel den Bereich der Pflege abdecken.

Ahlen tritt Rechtsextremismus und Intoleranz entschlossen entgegen

"... Freiheit, Toleranz, Solidarität, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und internationale Menschenrechte ..." - für diese Begriffe steht Ahlen. Deshalb wurde Anfang Juli eine "Resolution gegen Rechtsextremismus" von Bürgermeister Benedikt Ruhmöller und vielen Vertretern aus über 20 Verbänden und Institutionen unterschrieben und anschließend für weitere Unterschriften im Eingangsfoyer des Rathauses ausgestellt. Einem dummen Jungenstreich gleich ist diese Resolution aus dem Rathaus entwendet worden. Deshalb wurde die Veranstaltung jetzt noch einmal wiederholt.

Im Sitzungssaal
Im Sitzungssaal bei der Unterzeichnung

Über 200 Menschen ließen den Sitzungssaal II des Rathauses aus allen Nähten platzen und nutzten noch einmal die Möglichkeit, ihr Bekenntnis zum friedlichen Miteinander zu bestätigen und mit ihrer Unterschrift ein klares Bekenntnis gegen Rechtsextremismus abzugeben.

Etliche Bürger konnten das Geschehen nur noch von außen verfolgen. Dabei waren dieses Mal auch viele Schüler unter Anderem des St. Michael-Gymnasiums und der Fritz-Winter-Gesamtschule. Dietmar Zöller, Geschäftsführer des Paritätischen Zentrums berichtete von seinen aktuellen Erfahrungen. Beschimpfungen Rechtsextremer im Internet, die sich gegen die Integrationsbemühungen des Wohlfahrtsverbandes richteten, gaben der Aktion einen aktuellen Bezug.

Bürgermeister Benedikt Ruhmöller und Adem Türkoglu, Vorsitzender des Ausländerbeirats, setzten als Erste ihre Unterschrift auf das Papier, das schon nach kurzer Zeit fast gefüllt war. Die Resolution hat jetzt ihren Platz im Bürgerservice. Wer am 21. August verhindert war und noch schriftlich ein Bekenntnis gegen Rechtsextremismus abgeben möchte, kann diese dort zu den üblichen Öffnungszeiten unterschreiben.

Bürgermeister Ruhmöller kündigte in Kürze eine kreisweite Tagung mit allen Fachleuten zur Analyse der gegenwärtigen Situation an.

Ahlen bekommt Besuch aus Ankara

Die erfolgreiche Integrationsarbeit der Stadt Ahlen hat sich bis zur TOBB-Universität in Ankara, genauer bis zu  Aysenur Kirbitci, herumgesprochen. Die Mitarbeiterin der technischen Uni ist dort zuständig für Jugend- und europäische Projekte. Auf Ahlen hat sie Ahmed Salincakli gebracht. Der Chef der Ahlener türkischen Aktuell-Zeitung hat in Ankara von der professionellen Integrationsarbeit vor Ort geschwärmt. Neugierig geworden, nutzte sie jetzt das ERASMUS-Austauschprogramm und die bilateralen Abkommen um für ein paar Tage Ahlen zu besuchen.

Gruppenfoto mit dem Besuch aus Ankara
Bürgermeister Benedikt Ruhmöller mit dem Integrationsteam der Stadt Ahlen und dem Gast aus Ankara - Mehmet Tanli, Maria Nortmann, Ursula Woltering, Aysenur ‚Kirbutci, Benedikt Ruhmöller, Verena Strozyk und Nadja Rademacher

Dabei hat das Integrationsteam ihr viele praktische Einblicke in die Integrations- und Projektarbeit der Stadt Ahlen gewährt. "Es wäre schön, eine langfristige Zusammenarbeit zwischen beiden Städten aufzubauen", erzählte sie bei der Begrüßung durch Bürgermeister Benedikt Ruhmöller. Ihre Erfahrungen hier möchte sie künftig auch bei ihrer Arbeit nutzen und das Interesse der Studenten an Austauschprogrammen fördern.

Die Integrationsarbeit ist in der Türkei nicht so professionell wie in Deutschland. Die Arbeit wird dort vor allem ehrenamtlich von Vereinen geleistet. Dabei ist die Integration der eigenen Landsleute dort ein großes Thema. Die Landflucht treibt viele Menschen in die Großstadt und führt häufig zu Anpassungsproblemen.  

Das Integrationsteam der Stadt Ahlen hat für die "neugierige" junge Frau ein vielseitiges und interessantes Programm aufgestellt. Neben den verschiedenen Projekten zur Integration lernte sie auch die verschiedenen Träger und Institutionen kennen. Ein Empfang mit dem Vorsitzenden des Ausländerbeirates, Adem Türkoglu, ein Treffen mit türkischen Geschäftsleuten, ein Ausflug nach Münster, ein Besuch der Ditib-Moschee und unterhaltsame Abende mit gutem Essen standen ebenfalls auf dem Plan.

Internationales Helfer-Team im Stadion

Internationales Helfer-Team
Internationales Helfer-Team

"Schauplatz: das Stadion im Sportpark Nord in Ahlen mit den 14. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren im Mehrkampf. Während nur staatsbürgerschaftlich deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu diesen nationalen Titelkämpfen zugelassen waren, war das Kampfrichter- und Helfer-Team international besetzt. Vor allem in der Riege M 65, wo neben Cornelia Pohle (Deutschland) noch Mervegül Ates (Türkei) und Stefan Waltermann (USA) helfend tätig waren. Besonders stachen dabei die Kopftücher von Mervegül Ates und Stefan Waltermann heraus. Kopftücher verbinden eben genauso wie auch der Sport verbindet." Dieter Massin

"Dankeschönfahrt für Ehrenamtliche ein voller Erfolg"

Das Integrationsteam der Stadt Ahlen hat am vergangenen Samstag zu einer "Dankeschönfahrt" eingeladen: Migrantinnen, die sich ehrenamtlich engagieren, sollten für Ihren Einsatz belohnt werden. So kam es, dass sich Integrationshelferinnen, Ehrenamtliche aus Schule, Pflege und weiteren Bereichen zusammen mit anderen an einer freiwilligen Tätigkeit interessierten Damen, pünktlich um 9.00 Uhr am Bahnhof trafen. Für die knapp 60 Frauen ging es auf die Zugreise ins benachbarte Holland, in die schöne Stadt Enschede.

Gruppenbild der Teilnehmer
Gruppenbild der Teilnehmer

Dort angekommen besuchten die Frauen das Rijksmuseum Twenthe, wo sie eine vielfältige Sammlung bildender Kunst und Kunstgewerbe vom Mittelalter bis zur Gegenwart besichtigten. Im Anschluss daran bestand die Möglichkeit, den bekannten Enscheder Markt zu besuchen, in einem der schönen Parks zu verweilen oder sich die malerischen historischen Gebäude der Stadt an zu sehen.

"Viel Zeit blieb dabei auch sich auszutauschen über die Tätigkeit der man nachgeht." berichtet Ergül Aydemir, die das Projekt betreut. "Dieser Austausch ist in vielerlei Hinsicht wichtig - vor allem interessiert waren aber die Damen die bisher kein Ehrenamt bekleiden. Begeistert nahmen sie die Erfahrungen der anderen Frauen auf. Einige haben sich sogar sofort entschieden, sich demnächst aktiv zu beteiligen." berichtet sie weiter.

Gegen 16.00 Uhr ging es dann voller Eindrücke und neuem Tatendrang zurück in die Heimat.

Ehrenamtliche Migrantinnen im Einsatz - Betreuungszentrum Gezeitenland

Seit geraumer Zeit hilft das Integrationsteam der Stadt Ahlen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte die sich engagieren möchten, eine passende ehrenamtliche Tätigkeit zu finden. Viele Migranten konnten schon Tätigkeiten in den Bereichen der Pflege, des betreutes Wohnens, in der Seniorenarbeit, in Schule, Wohlfahrt und Kultur aufnehmen.

Photo - von links nach rechts: Johann Omahen, Yildiz Madenci, Martina Sasse, Güler Kaya, Geske Omahen
Photo - von links nach rechts: Johann Omahen, Yildiz Madenci, Martina Sasse, Güler Kaya, Geske Omahen

In dem durch Frau Ergül Aydemir geführten Projekt "Sprachpraxis durch Ehrenamt" konnten nun zwei weitere Ehrenamtliche im Betreuungszentrum Gezeitenland ein spannendes Aufgabenfeld finden: Frau Güler Kaya und Yildiz Madenci, beide  türkischer Herkunft, sind sehr zufrieden mit ihrer freiwilligen Arbeit. Sie helfen den Bewohnern zum Beispiel beim Essen und anderen Tätigkeiten, oder machen gemeinsam kleine Spaziergänge. Auch die Mitarbeiter des Gezeitenlandes werden bei der Vorbereitung und Organisation von Veranstaltungen unterstützt.

"Es macht uns sehr viel Spaß einmal in der Woche hier dabei zu sein. Man lernt ein neues Umfeld kennen, bringt sich mit eigener Persönlichkeit ein und erfährt viel Menschlichkeit. Selbstverständlich unterhalten wir uns viel mit den Bewohnern, es macht Spaß gemeinsam zu lachen und voneinander zu lernen. Zudem ist es einfach ein schönes Gefühl Gutes zu tun", erzählen die beiden Ehrenamtlichen.

Die stellvertretende Leiterin des Gezeitenlandes Frau Martina Saße begrüßt das Projekt und erklärt, dass Ehrenamtliche jederzeit herzlich willkommen sind. "Alle profitieren von der Begegnung: die Ehrenamtlichen, die Bewohner und nicht zuletzt die Einrichtung."

An dieser Stelle wird auch auf das Sommerfest der Einrichtung mit dem Motto "Urlaubsland Türkei - Türkei erleben" hingewiesen, das im August im Gezeitenland stattfinden wird. Für diese Veranstaltung und viele weitere Tätigkeiten wird noch Unterstützung gesucht! Engagieren Sie sich und melden Sie sich beim Integrationsteam unter der Nummer 59467 oder 59747.

Arbeit des Integrationsteams live im türkischen Radio vorgestellt

Stellvertretend für das Integrationsteam stellte Seda Türkoglu in einer Live-Schaltung mit dem türkischen Sender "TRT - Türkiyenin Sesi Radyosu" die Integrationsarbeit in Ahlen vor. "TRT" ist ein staatlicher Sender der Türkei, dessen Radio- und Fernsehprogramme europaweit gehört bzw, gesehen werden.

Seda Türkoglu beim Interview
Seda Türkoglu beim Interview

"Ich freue mich über die tolle Chance, die Integrationsarbeit in Ahlen auf dieser Plattform präsentieren zu können!", freut sich Seda Türkoglu, die damit die Freude aller Mitglieder des Integrationsteams zum Ausdruck bringt. Inhalt des Gesprächs waren Grundsätze und Ziele der Integrationsarbeit in Ahlen, die sich aus dem Sozialbericht und dem Integrationskonzept der Stadt ergeben. "Die Reporterin der Sendung "TRT - Türkiyenin Sesi Radyosu " zeigte sich insbesondere interessiert an den Tätigkeiten der Integrationshelferinnen in Ahlen. "Ich konnte ihr daraufhin einiges über die Zusammensetzung der Gruppe, die laufenden Qualifizierungsveranstaltungen und die zukünftigen Einsatzfelder der Frauen unter dem Motto ‚Brücken bauen - Integration begleiten - Horizonte erweitern' berichten". Außerdem wurde in dem Interview über das Projekt "Sprachpraxis durch Ehrenamt" gesprochen. Hier unterstützt das Integrationsteam der Stadt Migranten die sich freiwillig engagieren möchten.

Dieses Interview zeigt damit einmal mehr den hohen Bekanntheitsgrad und die Relevanz, welche die Integrationsarbeit in Ahlen im türkischsprachigen Raum besitzt.

Integrationshelferinnen werden von Bürgermeister geschult

Steigen auch Sie jetzt ein - eine Beteiligung bei den Integrationshelferinnen ist jederzeit möglich!

Integrationshelferinnen mit Bürgermeister Ruhmöller
Integrationshelferinnen mit Bürgermeister Ruhmöller

Die "Integrationshelferinnen für Ahlen" sind eine Gruppe von knapp 20 Frauen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte die Menschen mit Migrationshintergrund helfen, sich in unserer Stadt zu recht zu finden indem sie z.B. bei der Überwindung von kulturellen und sprachlichen Hürden helfen und damit die Einbildung von Migranten in die Gesellschaft fördern. Besonders die Zweisprachigkeit vieler Integrationshelferinnen ist hier ein Vorteil.

Natürlich werden die Damen vom Integrationsteam auf ihre Tätigkeit vorbereitet: Zum einen wird über ein Personalqualifizierungsinstitut geschult und zum anderen wird vor allem Wissen über Ahlen vermittelt. Seit der Gründung der Gruppe vor ca. 4 Wochen kommen regelmäßig Referenten, die bis zu den Sommerferien die Integrationshelferinnen informieren werden. Bislang wurden Wohlfahrt und Hilfesystem vorgestellt und am letzten Montag kam sogar der Bürgermeister vorbei: zum Thema Verwaltung, Jugend- und Sozialamt gab Herr Ruhmöller zusammen mit den Fachbereichsleitern Herrn Schürmeyer und Frau Gallsch-Meyer viele Informationen an die Frauen weiter. Nach kurzen Vorträgen mangelte es nicht an Fragen unter anderem zum Aufenthaltsstatus, zu finanziellen Leistungen, zur Jugendförderung und vielem mehr die kompetent beantwort wurden.
Bis Juli werden sich noch Ansprechpartner der ARGE, der Polizei, der Ausländerbehörde und Vertreter der Schulen und Kindertagesstätten vorstellen.

Nach den Sommerferien werden die Damen mit ihrer Freiwilligen Arbeit nach dem Motto "Brücken bauen - Integration begleiten - Horizonte erweitern" beginnen. Sie haben auch Interesse an einer derartigen Tätigkeit? Es ist aber jederzeit möglich dazu zu stoßen! Auch wenn Sie nicht die Möglichkeit haben an der Schulung teilzunehmen, können Sie diesem Ehrenamt je nach Ihren zeitlichen Ressourcen nachgehen. Entdecken sie diese sinnstiftende Arbeit für sich und melden Sie sich beim Integrationsteam unter Tel. 59747 oder per E-mail an integrationsteam@stadt.ahlen.de

Politik geht ins Gespräch mit türkischstämmigen Wirtschaftsakteuren

Gemeinsames Bemühen um fundierte Ausbildung und Fachkräfte-Nachwuchs

"Der große Anteil an Mitbürgern, die aus der Türkei stammen, bedeutet für Ahlen eine kulturelle Bereicherung und außerdem eine wirtschaftliche Chance", betonte Bürgermeister Benedikt Ruhmöller in einem Gespräch, zu dem sich kürzlich maßgebliche Vertreter der CDU und der deutsch-türkischen Wirtschaft trafen. In einem einleitenden Vortrag vor den mehr als dreißig Teilnehmern hob Ruhmöller hervor, dass sich türkischstämmige Mitbürger in Ahlen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen erfolgreich "tummeln" und in manchen Unternehmen wichtige Positionen einnehmen.

In der Industrie wie in der Gastronomie, im Handwerk und in den Dienstleistungen gäbe es schon zahlreiche und auch sehr erfolgreiche Unternehmen, die von Menschen türkischer Herkunft gegründet wurden und geleitet werden. Diese verfügten zum Großteil über beachtliches technisches Know-how und kaufmännisches Geschick. Inzwischen gehe das Betätigungsfeld der deutsch-türkischen Wirtschaftsakteure "weit über die Dönerbude und den Gemüseladen hinaus". Teilweise würden sehr erfolgreich anspruchsvolle Dienstleistungen angeboten oder internationale Geschäfte vermittelt.

Politik geht ins Gespräch mit türkischstämmigen Wirtschaftsakteuren
Politik geht ins Gespräch mit türkischstämmigen Wirtschaftsakteuren

Integrationsteam zeigt Flagge

Am Dienstag, dem 19. Mai traf sich das Integrationsteam der Stadt Ahlen im Stadion von Rot-Weiß, um eine erste Trainingseinheit für den vom Paritätischen PariSozial veranstalteten "Internationalen Volkslauf mit Fahnen" am 20. Juni durchzuführen.

Beweist Sportsgeist: Das Integrationsteam der Stadt Ahlen.
Beweist Sportsgeist: Das Integrationsteam der Stadt Ahlen.

Dem Motto des Flaggenlaufs, "Flagge zeigen für Integration" und  "Zusammen ist besser" folgend, wurden einige sportliche Runden absolviert, um schon einmal die Form für den Lauf zu testen. "Der Fahnenlauf ist eine hervorragende Möglichkeit, Ahlen in Bewegung zu bringen und gleichzeitig für Integration zu werben", sagte Ursula Woltering, Leiterin des Integrationsteams. Das Integrationsteam wird auch die verbleibenden Wochen bis zum Lauf und dem anschließenden "Fest der Kulturen" weiter fleißig trainieren. Wer bei den lockeren Lauftrainings (Treffpunkt:  Tretbecken an der Langst) am 4. und 18. Juni jeweils ab 17 Uhr dazu stoßen möchte, ist herzlich eingeladen.

Über 30 Migrantinnen für das Ehrenamt gewonnen!

Das Integrationsteam der Stadt Ahlen organisierte eine Informationsveranstaltung zum Projekt "Sprachpraxis durch Ehrenamt" für Menschen mit Migrationshintergrund. Als voller Erfolg kann verbucht werden, dass 55 Besucherinnen ihr Interesse an weiteren Angeboten des Integrationsteams bekundeten, und 29 Teilnehmerinnen aus verschiedenen Nationen sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit meldeten. Bereits jetzt haben 2 Frauen in der Schulbibliothek und 3 im Gezeitenland ihre freiwillige Arbeit aufgenommen.

Informationsveranstaltung zum Projekt "Sprachpraxis durch Ehrenamt"
Informationsveranstaltung zum Projekt "Sprachpraxis durch Ehrenamt" im Jugendzentrum Ost
Hacer Ari (links) und Filiz Ari (rechts)
Hacer Ari (links) und Filiz Ari (rechts) arbeiten ehrenamtlich in der Paul-Gerhard Schulbücherei

Das Treffen fand in Form eines gemütlichen Frühstücks statt. Institutionen stellten ihre Ehrenamtsfelder z.B. aus den Bereichen Pflege, betreutes Wohnen, Senioren, Schule, Wohlfahrt und Kultur vor.

"Wir sind begeistert von der Motivation der Frauen. Sie sind neugierig und suchen ein Umfeld, in dem sie die deutsche Sprache praktisch anzuwenden können", erzählt die Projektleitung Frau Ergül Aydemir, "die meisten Migranten haben bereits Sprachkurse besucht, aber nicht die Möglichkeit, das Gelernte umzusetzen."

Das Ziel des Projektes ist daher, Migranten in ehrenamtliche Arbeit einzubinden, um deren Sprachpraxis und - kompetenz, die sozialen Kontakte, interkulturelle Erfahrungen und persönliche Qualifikationen zu erweitern. Natürlich ist für die Migrantinnen - wie bei allen Ehrenamtlichen - das freiwillige Engagement eine Bereicherung für das eigene Leben: Individuelle Interessen können vertreten, die Freizeit nützlich gestaltet, anderen geholfen, neue Kenntnisse und Fähigkeiten erworben, Anerkennung gewonnen und die eigene Identität, das eigene Selbstbewusstsein gestärkt werden. Dabei verpflichtet sich niemand langfristig - Ehrenamtsfelder werden je nach den persönlichen Verhältnissen der Freiwilligen ausgewählt.

Am Freitag, 29. Mai 2009 wird ein Orientierungstreffen für die zukünftigen Ehrenamtlichen stattfinden: Im Rathaus, Sitzungssaat II von 9:00 - 11:30 Uhr. Hierzu sind alle Interessenten herzlich willkommen! Auch Einrichtungen, die Engagementfelder zu bieten haben, sind herzlich zur Zusammenarbeit eingeladen! Melden Sie sich bei uns: Integrationsteam der Stadt Ahlen: Tel. 59275 oder 59747.

Neues Islamisches Jugendzentrum eröffnet

Benedikt Ruhmöller
Benedikt Ruhmöller

Sehr großzügige neue Räumlichkeiten hat jetzt das "Islamische Jugendzentrum Ahlen e.V." in einem früheren Möbelhaus an der Zeppelinstraße 25 in Ahlen bezogen. Bürgermeister Benedikt Ruhmöller gratulierte dem sehr aktiven und großen Verein sowie seinem Vorsitzenden Mevlüt Kurnaz (im Hintergrund).

Übergabe des Bildes mit Ahlener Motiven
Übergabe des Bildes

Dabei forderte der Bürgermeister ausdrücklich, dass das Haus möglichst allen Bevölkerungsgruppen zur Verfügung steht und zu einem Ort der Begegnung und der Verständigung wird. Die Verständigung setzte voraus, dass sich die Menschen verstehen und die gleiche Sprache sprechen. Deshalb müsse in dem Jugendzentrum auch intensiv Deutsch unterrichtet werden. Ruhmöller überreichte dem Vorsitzenden Kurnaz ein Bild mit Ahlener Motiven. Mit Ralf Marciniak (rechts) nahm auch der Vorsitzende des Sozialausschusses an der Feier teil

Auch die städtische Integrationsarbeit mit Ihren vielseitigen Projekten wurde durch Frau Seda Türkoglu und Herrn Mehmet Tanli an einem Stand präsentiert. Viele Interessierte wendeten sich an das Integrationsteam, so dass es zu zahlreichen anregenden Gesprächen kam.

Die Jugendgruppen des islamischen Vereins haben von dem neuen Zentrum offensichtlich schon Besitz ergriffen. In einem reichhaltig bestückten Basar boten die Mädchen viele hochwertige Handarbeiten oder auch orientalische Gewürzmischungen an.

Die Jungen interessierten sich dagegen mehr für den gut bestückten Fitness-Raum. Ganz offensichtlich, so stellte Bürgermeister Ruhmöller fest, bestehen auch in der islamischen Jugend gewisse "geschlechtsspezifische Prägungen". Unabhängig davon sprach das Stadt-Oberhaupt dem Verein und dessen Vorsitzenden ein "dickes Kompliment" zu dem neuen Zentrum aus.

Basar mit hochwertigen Produkten
Basar mit hochwertigen Produkten
Finessraum
Finessraum

Verwaltung und Politik beschäftigen sich intensiv mit Migration und Integration

Am 27.04.2009 kamen über 20 Personen aus Verwaltung und Kommunalpolitik zusammen, um sich in einem ganztätigen Workshop mit den Themen Migration und  Integration zu beschäftigen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Teilnehmer und Teilnehmerinnen des ganztägigen Workshops: Migration und Integration als Handlungsfelder kommunaler Politik und Verwaltung, Bürgermeister Herr Ruhmöller – 4. von Links, Referent Integrationsbeauftragter aus Hamm Herr Schwibbe – 6 von links

Dass viele Fachbereichsleiter und Mitarbeiter der Stadt z.B. aus "Schule, Weiterbildung und Kultur", "Jugend und Soziales" oder "Recht, Sicherheit und Ordnung", aber auch aus Bereichen wie den "Ahlener Umweltbetrieben" und der "Stadtentwicklung" teilnahmen, zeigte das große Interesse an der Veranstaltung. Auch viele Politiker, unter ihnen Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, begrüßten eine Vertiefung des Themas und nahmen aktiv an dem Seminar teil.

Damit erfüllte sich zugleich eine Hoffnung des städtischen Integrationsteams: Eines der Hauptthemen des Seminars war es laut Daniela Noack vom Integrationsteam, das Thema Integration als eine Querschnittsaufgabe darzustellen und die hohe Bedeutung für alle Bereiche der Verwaltung und Politik aufzuzeigen.

Herr Schwibbe - Integrationsbeauftragter der Stadt Hamm - führte durch das Seminar. Zunächst stellte er die Integration in einen Gesamtzusammenhang, indem er von der Anwerbung bis zur Einbürgerung von Migranten einen kurzen Überblick gab. Aus den Teilnehmerreihen wurden von Anfang an viele Fragen gestellt und lebhaft mitdiskutiert. Auch die Grundzüge und Ziele kommunaler Integrationsförderung, besonders das Thema "Migrantenselbstorganisationen als Partner auf Augenhöhe", wurden erläutert.

Auf die Bedeutung eines kommunalen Integrationskonzepts (Ahlen verfügt seit mehr als einem Jahr über ein solches) wurde im weiteren Verlauf des Seminars eingegangen. Diskutiert wurden hier unter anderem die Handlungsmöglichkeiten einer kreisangehörigen Stadt, die Bedeutung von Meinungsträgern und die politische Verantwortung.

Die interkulturelle Öffnung der Verwaltung, deren Notwenigkeit und wie die Umsetzung aussehen kann, wurde in Arbeitsgruppen diskutiert. Die Fragen die sich hier stellten waren vor allem "Wo ist innerhalb der Verwaltung Handlungsbedarf und welche Maßnahmen sollen wie und wann ergriffen werden?" und "Was bedeutet es wenn Mitarbeiter über interkulturelle Kompetenz verfügen?".

Herr Ruhmöller merkte zum Anschluss des ergebnisreichen Seminartages in seinem Resümee an, das dieser Workshop keine einmalige Aktion bleiben dürfe. Migration und Integration als Handlungsfelder kommunaler Politik und Verwaltung seien ein Dauerthema und es gäbe noch viel zu lernen und zu besprechen, so dass eine Fortsetzung des Seminars bereits in Planung ist.

Projekt des Integrationsteams startet in eine neue Phase

Frauen aus einem PC-Projekt des Integrationsteams engagieren sich ehrenamtlich - Einladung zu einem Treffen weiterer interessierter Ehrenamtlicher mit Zuwanderungsgeschichte

Kurs an der Bodelschwinghschule
Kurs an der Bodelschwinghschule mit Herrn Nühse (4. von rechts)
Kurs an der Diesterwegschule
Kurs an der Diesterwegschule mit Frau Budumlu (8. von rechts)

Das Integrationsteam der Stadt Ahlen freut sich über die Weiterentwicklung des Projektes "Sprachpraxis durch Ehrenamt". Nachdem bereits zahlreiche Migrantinnen über die Schulen ihrer Kinder angesprochen und in PC-Kursen zusammengeführt wurden, konnten die ersten Frauen für eine ehrenamtliche Tätigkeit in die Schulbücherei und in das Pflegeheim vermittelt werden.

Nachdem sich zwei Damen für eine Ehrenamtstätigkeit in der Bücherei entschieden hatten, besuchten weitere Frauen aus den Kursen zusammen mit Brigitte Wieland das "Gezeitenland" in Ahlen. Dort wurden Sie von der stellvertretenden Leitung, Martina Saße, durch das Haus geführt. Frau Saße informierte die interessierten Frauen umfassend und stellte ihnen mögliche Ehrenamtsfelder in der Einrichtung vor. Nach diesem Vormittag entschieden sich drei Frauen direkt für eine ehrenamtliche Arbeit im "Gezeitenland". Der erste Einsatz fand in der darauffolgenden Woche statt. Bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit werden die Frauen weiter durch das Integrationsteam begleitet und durch die Einrichtungen geschult.

Des Weiteren wurden zwei neue PC-Kurse für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte an der Diesterweg- und an der Bodelschwinghschule gestartet, die ebenfalls zur Ansprache der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte dienen. Bereits vor den Osterferien wurden an den beiden Schulen Schnupperkurse erfolgreich durchgeführt. Auch diesmal wurden die Kinder der Frauen wieder mit Preisen dafür belohnt, dass sie ihre Mütter zu der Teilnahme motiviert hatten. Gleichzeitig wird den Frauen weiterhin im Rahmen der Kurse das Ehrenamt näher vorgestellt.

Das Gesamtziel des Projektes "Sprachpraxis durch Ehrenamt" ist es, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in ehrenamtliche Tätigkeit einzubinden, um ihnen die Anwendung der deutschen Sprache zu ermöglichen und weitere Vorteile des ehrenamtlichen Engagements zu bieten. Dazu soll für jede interessierte Person ein geeignetes Tätigkeitsfeld gefunden werden, sei es eine einmalige Aktion oder auch eine längerfristige Tätigkeit. Wer Ehrenamtsfelder anzubieten hat oder selbst eine solche Tätigkeit ausüben möchte, kann sich gerne beim Integrationsteam im Rathaus unter 02382/ 59- 467 melden.

Oder kommen Sie unverbindlich zu einem gemütlichen Zusammentreffen der interessierten Ehrenamtlichen mit Zuwanderungsgeschichte am Freitag den 08. Mai um 10.00 Uhr im Jugendzentrum Ost, Wetterweg 7, in Ahlen.
Das Integrationsteam würde sich freuen, Sie dort begrüßen und weiter informieren zu können.

Für ein tolerantes und liebenswürdiges Ahlen! - Kundgebung gegen Rechtsradikalismus

Kundgebung auf dem Marktplatz
Kundgebung auf dem Marktplatz

Zahlreiche Menschen verschiedener Nationen und Generationen nahmen am Gründonnerstag unter dem Motto "Gegen rechtsradikale Umtriebe! Für ein tolerantes und liebenswürdiges Ahlen!" an einer Kundgebung auf dem Ahlener Marktplatz teil. Bürgermeister Benedikt Ruhmöller hatte dazu aufgerufen, weil im Zusammenhang mit einem Strafverfahren vor dem hiesigen Amtsgericht in letzter Zeit vermehrt Rechtsradikale aus dem ganzen Land in Ahlen zusammengekommen sind.

 

 

Begrüßung von Bürgermeister Benedikt Ruhmöller

Bürgermeister Benedikt Ruhmöller
Bürgermeister Benedikt Ruhmöller

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Ahlen ist eine weltoffene und friedfertige, eine demokratische und tolerante, eine liebenswürdige Stadt! Wir wehren uns dagegen, wenn einige wenige versuchen, die Atmosphäre in Ahlen zu vergiften und das Ansehen dieser Stadt zu beschädigen. Wir wehren uns mit allem Nachdruck gegen Dummheit, Intoleranz, rechtsradikalen Unsinn und Gewalt!

Ahlen ist eine Stadt der vielen Kulturen. Ich bin stolz darauf, wie es uns gelingt, dass hier die Menschen aus über hundert verschiedenen Ländern, aus ganz unterschiedlichen Kulturen nah beieinander und friedlich miteinander leben. Wir leben und praktizieren hier Weltoffenheit und kulturelle Toleranz! Wir achten uns gegenseitig und bemühen uns um Verständnis füreinander. Wir lassen es nicht zu, dass tumbe Fremdenfeindlichkeit dieses Miteinander stört. Wer Ablehnung oder gar Zwietracht sät, hat in Ahlen nichts zu suchen!

Wir sind eine Stadt, die ihre Geschichte nicht leugnet, sondern daraus Lehren zieht für die Zukunft. Der Nationalismus, die Fremdenfeindlichkeit und die Intoleranz haben auch in Ahlen zu schlimmem Unrecht, zu schlimmsten Verbrechen geführt. Dieser unheilvollen Geschichte tragen wir heute mit intensiver Erinnerungsarbeit und Versöhnungskultur Rechnung. Es macht uns glücklich, dass der Auschwitz-Überlebende und große Künstler Imo Moszkowicz unser Ehrenbürger ist.

Mit ihm freue ich mich sehr darüber, dass sich besonders viele junge Menschen in Ahlen aktiv und kreativ in der Erinnerungsarbeit und Versöhnungskultur engagieren.

Wir müssen aus der Vergangenheit unserer Stadt und unseres Landes die richtigen Lehren für die Zukunft ziehen. Deshalb dürfen wir es nicht zulassen, dass heute wieder Neonazis und Faschisten durch die Straßen ziehen, radikale Sprüche klopfen und Unrecht begehen. Diese Leute haben hier überhaupt nichts verloren!

Ich danke Ihnen und Euch allen für die Teilnahme an dieser Kundgebung! Wir stehen für das tolerante und liebenswürdige Ahlen! Wir bekennen uns zu einem friedlichen Miteinander, zu Respekt vor anderen Kulturen, Nationen und Religionen. Wir sagen deutlich "Nein" zu jeglicher Geschichtsleugnung, jeder Fremdenfeindlichkeit, zu allem Unrecht und aller Gewalt!

Weiterhin sprachen im Rahmen der Kundgebung:

Dr. Olaf Gericke
Der Landrat des Kreises Warendorf Dr. Olaf Gericke
Stefanie Wiesemann-Lemos und René Link
Stefanie Wiesemann-Lemos und René Link von der Fritz-Winter-Gesamtschule
Adem Türkoglu
Der Vorsitzende des Ahlener Ausländerbeirates Adem Türkoglu

Start des Projektes "Integrationsassistenzen und Demokratietraining"

Zur Förderung der Integration und des demokratischen Verhaltens von Schülerin-nen und Schülern der Geschwister-Scholl- und der Bodelschwinghschule geht derzeit ein neues Projekt der Stadt Ahlen an den Start. Bis Ende des Jahres 2009 soll das Projekt die Entwicklung, Erprobung und Auswertung eines (Trainings-) Programms zur Integration und zum demokratischen Verhalten umsetzten. Es wird durch den Europäischen Integrationsfonds (EIF) gefördert und von dem Integrationsteam der Stadt Ahlen in Verbindung mit den Schulen, dem Ahlener Bürgernetz und der Fachhochschule Münster erarbeitet... Mit dem Projekt "Integrationsassistenz und Demokratietraining" soll ein weiterer Bei-trag zu Erreichung der Integrationsziele in der Stadt geleistet werden.

Am 27. März und am 03. April traf sich eine Gruppe von zwölf engagierten Studierenden der Fachhochschule Münster gemeinsam mit den Verantwortlichen der Fachhochschule, Herrn Prof. Dr. Rabe und seinem Mitarbeiter Herrn Steinmüller an der Geschwister-Scholl-Schule und der Bodelschwinghschule in Ahlen. Zudem nahmen jeweils an ihrer Schule die Schulleiter Herr Stritzke und Herr Nüse teil, sowie die Schulsozialarbeiterin Frau Christiane Heuser und ihr Kollege an der Scholl-Schule, Herr Eder. Das Integrationsteam der Stadt Ahlen wurde vertreten durch Frau Woltering, Herrn Tanli und der Praktikantin Frau Köhler. Mit Herrn Dirk Meyram war auch die Ahlener Bürgernetz Initiative (ABI) dabei.

Ziel der Treffen war es, das soziale Umfeld, Integrationsbedarfe und mögliche Einsatzfelder an den Schulen kennen zu lernen. Die Schulleiter und Schulsozialarbeiter stellten die Schulen hinsichtlich der räumlichen Gegebenheiten, der Zusammensetzung der Schülerschaft und den Erwartungen auf Seiten der jeweiligen Institution vor. In Gruppen erarbeiteten die Studierenden darauf hin ihr Verständnis von Demokratie und Integration und entwickelten Ideen zur praktischen Umsetzung des Themas im Schulalltag. Außerdem wurde nach Wegen gesucht, persönliche Kompetenzen der Studierenden für diese Aufgaben zu nutzen. Schließlich wurden die Vorschläge in der Gruppe gebündelt um einen Überblick über mögliche Einsatzfelder zu erhalten. Zu dem Programm des zweiten Workshop-Tages gehörte außerdem der Besuch der türkischen Teestube Mavi Köşk und der DITIB-Moschee, die der Annäherung an die Zielgruppe des Projekts dienen sollte. Insgesamt zeigte sich die Gruppe sehr motiviert, engagiert und produktiv. Die beiden Treffen legten den Grundstein für die kommende Praxisphase an den Schu-len, die nach den kommenden Osterferien beginnen soll.

  • Studierende der Fachhochschule
  • Studierende der Fachhochschule
  • Studierende der Fachhochschule

Demokratie und Integration stärken - gemeinsam bereiten sich die Studierenden der Fachhochschule Münster
auf ihre Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Hauptschulen vor.

Multikulturelles Treffen nach dem Motto "ZUSAMMENistBESSER"

Teilnehmerinnen des Treffen
Teilnehmerinnen des Treffen

16 Frauen aus 5 unterschiedlichen Ländern trafen sich zu einem gemeinsamen Kegel-Vormittag im Jugendzentrum-Ost.

Die Frauen aus verschiedenen Kulturkreisen wie persisch, aramäisch, türkisch, russisch und deutsch konnten sich in einer gemütlichen Runde austauschen und vergnügten sich beim Kegeln. "Dieses Zusammentreffen ist für mich sehr interessant!" berichtet eine der Teilnehmerinnen. "Nicht nur das Kegeln macht Spaß, sondern auch die Gespräche sind spannend!" Es wurde über unterschiedliche Bräuche und Sitten aus den Ländern gesprochen und dabei viel Neues gelernt. Erzählt wurde vor allem über die Herkunftsländer und Deutschland, Familiengeschichten und Gefühle bei der Abreise von der Heimat bis zur Einreise in Deutschland und vieles Weitere.

"Um die Akzeptanz, das Verständnis zwischen den Kulturen, das Miteinander zu verstärken und voneinander zu lernen, werden weitere vielfältige gemeinsame Aktionen folgen", berichtet das Integrationsteam und weist auf mehrere Veranstaltungen und Projekte hin, die in den nächsten Monaten stattfinden werden, wie z.B. Sprachkurse in der Teestube, eine Informationsreihe und Bildungsangebote "vor der Haustüre".

"Wir freuen uns sehr über die Vielfalt der Menschen die bei unseren Projekten teilnehmen und wünschen uns auch für die Zukunft intensive und nachhaltige Begegnungen aller Kulturen - alle Nationalitäten sind uns willkommen.", fasst die Kursleiterin Frau Aydemir den erfolgreichen Tag zusammen.

Zahlreiche Migrantenselbstorganisationen beteiligen sich an "Ahlen putz(t) munter"!

Als es am 07. März 2009 zum 21.mal hieß: "Ahlen putz(t) munter" beteiligten sich so viele Migrantenselbstorganisationen (MSOs) wie noch nie! Herrn Ruhmöller als Bürgermeister von Ahlen freute dies sehr.

Von den 37 beteiligten Gruppen waren 4 MSOs: Über 30 Personen waren als fleißige Helfer der Ditib, des Islamischen Jugendzentrums, des Alevitischen Kulturvereins und des Vereins zur Förderung der Integration und Bildung zusammen mit anderen Bürgern unterwegs und reinigten Ahlen vom Unrat. Zu den häufigsten Wegwerfartikeln die gesammelt wurden, gehören Flaschen, Zigarettenstummel, Plastik- und Papierreste und vieles mehr.

Der Dank gilt allen, die ihre Freizeit opfern um zu helfen unser Ahlen schöner werden zu lassen und für ein gemeinsames Zusammenleben zu gestalten!

Mitglieder der Ditib mit Vorstandsvorsitzenden Veli Cubukcu (Mitte)
Mitglieder der Ditib mit Vorstandsvorsitzenden Veli Cubukcu (Mitte)
Mitglieder des islamischen Jugendzentrums mit Vorstandsvorsitzenden Mevlüt Kurnaz (im Hintergrund)
Mitglieder des islamischen Jugendzentrums mit Vorstandsvorsitzenden Mevlüt Kurnaz (im Hintergrund)

Städtische Integrationsarbeit am "Markt der Vorbilder" in Kamen

Am Stand des Integrationsteams: Ergül Aydemir und Ramona Przybylsky
Am Stand des Integrationsteams: Ergül Aydemir – Integrationsteam der Stadt Ahlen und Ramona Przybylsky - Inform@tionsbüro ab 50

Groß war der Andrang am Informationsstand der Integrationsteams! Viele interessierte Kommunen und Einzelbürger wollten sich über die Integrationsarbeit der Stadt Ahlen auf der Landestagung "Komm-In in NRW" in der Stadthalle in Kamen informieren.

Aber auch die Mitarbeiter der Stadt Ahlen konnten viele spannende Vorträge hören und gute Anregungen für die weitere Arbeit in Ahlen sammeln. Das Integrationsteam der Stadt freut sich nun mit diesen neuen Ideen auf die weitere Arbeit in Ahlen.

Neue "Frauenbegegnung" - Evet, ich will!

Gruppenbild: "Frauenbewegung" - Evet
Gruppenbild: "Frauenbewegung" - Evet

"Hochzeit" war das Thema der neuesten "Frauenbegegnung". Das Integrationsteam der Stadt Ahlen, die Integrationsagentur der Arbeiterwohlfahrt und der Jugendmigrationsdienst der Evangelischen Beratungsdienste hatten dazu eingeladen.

Im Rahmen der Entwicklung des Integrationskonzeptes für Ahlen hat sich eine Gesprächsrunde entwickelt und mittlerweile etabliert: die "Frauenbegegnungen". Deutsche Frauen, vorwiegend Funktionsträgerinnen aus Politik und Verwaltung und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte sind neugierig aufeinander geworden und wollen miteinander ins Gespräch kommen. Auch möchten die Teilnehmerinnen mehr über die die verschiedenen Kulturen erfahren. Da bot sich die Hochzeitsausstellung "Evet - ich will" mit ihrer deutsch-türkischen Ausrichtung an.
So machten sich 45 deutsche Frauen und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte auf den Weg nach Dortmund, wo die Ausstellung gezeigt wird.

Traditionelle, ebenso wie moderne Hochzeitsbräuche und -mode aus den verschiedenen Ländern faszinierten die Teilnehmerinnen. Viele erzählten von der eigenen Hochzeit, waren erstaunt über Unterschiede und interessiert an Gemeinsamkeiten. Ein wichtiges Thema waren auch die Hintergründe der Bräuche und die Veränderungen, die eine Hochzeit im Leben der Frauen bewirken kann.
"Es gibt so vieles was wir nicht wussten und es macht einfach Spaß sich über diese Themen zu unterhalten" berichteten die Teilnehmerinnen.

Obwohl auch auf der Rückfahrt noch viel diskutiert wurde, haben die Teilnehmerinnen sich so viel zu erzählen, dass bereits eine Anschlussveranstaltung geplant wird.

Frauen aller Länder und Kulturen sind herzlich willkommen sich den "Frauenbegegnungen" anzuschließen. Bei Interesse melden Sie sich bei dem Integrationsteam der Stadt Ahlen, 02382 / 59 -467 oder -747.

Integrationsstand am "Merry Chrismas Markt" auf dem Glückaufplatz

Am 10. Dezember veranstaltete das Stadtteilforum Süd/Ost wie jedes Jahr, das auf dem Glückaufplatz stattfindende "Merry Christmas - Zwischen Ramadan und Weihnachten in der Kolonie". Das Integrationsteam freute sich aktiv zu diesem schönen und viel besuchten Markt mit einem Stand beizutragen.

Dort konnte die Ahlener Bevölkerung sich über die Integrationsarbeit informieren, sich bei winterlichen Temperaturen mit einem heißen Tee aufwärmen und miteinander ins Gespräch kommen.

Am Integrationsstand ...
Am Integrationsstand ...
auf dem "Merry Chrismas Markt"
auf dem "Merry Chrismas Markt"

Ahlen auf dem "Markt der Vorbilder" beim landesweiten Integrationskongress

Nachdem sich das Integrationsteam der Stadt Ahlen bereits am 5. November auf dem Integrationskongress Ostwestfalenlippe aktiv mit einem Informationsstand beteiligte, wurde dies nun am landesweiten Integrationskongress in Solingen wiederholt.

Mit einer bunten Gruppe aus ehrenamtlich im Sprachpatenprojekt Engagierten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Integrationsteams machte sich die Stadt Ahlen am 26. November auf den Weg zum Kongress. Hier hatte die Stadt auf dem „Markt der Vorbilder“ die Möglichkeit über die eigene Arbeit zu informieren und selbst neue Ideen und Eindrücke zu sammeln. „Es ist so wichtig und sehr interessant mit anderen Kommunen in Kontakt zu stehen und voneinander zu lernen“ bekundete die Leiterin des Integrationsteams, Frau Ursula Woltering. Die Unterlagen der Stadt Ahlen fanden gute Nachfrage und auch die eigenen Taschen füllten sich mit Infomaterial über die vorgestellten Projekte und Initiativen.

Große Freude machte sich bei allen Beteiligten breit, als Herr Minister Laschet am Ahlener Stand vorbeischaute. In Erinnerung an seinen Besuch in Ahlen äußerte er sich noch einmal anerkennend über den Tag der Integration in der Stadthalle Ahlen, der mit so hoher Beteiligung gefeiert wurde.

Neben den erwähnten Informationsmöglichkeiten an über 60 Ständen bot der Kongress ein anspruchsvolles Bühnenprogramm, welches viel Wissenswertes und Wertvolles für die weitere Arbeit vermitteln konnte. Daher traten die Ahlener am Abend erschöpft, aber zufrieden und voller Tatendrang den Rückweg nach Ahlen an.

Ahlener Gruppe und Herr Minister Laschet
Ahlener Gruppe und Herr Minister Laschet: Von links nach rechts - Ergül Aydemir, Manfred Bombeck, Maike Lymann, Dieter Boschanski, Ludmila Krune, Helga Zehnpfening, Cansu Turan, Ursula Woltering, Minister Armin Laschet, Esra Duman, Daniela Noack, Mehmet Tanli
Ursula Woltering im Gespräch mit Frau Martine Krause
Ursula Woltering erörtert am Ahlener Stand mit Frau Martine Krause vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW Möglichkeiten der Zusammenarbeit hinsichtlich der Integration älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

Verschiedene Kulturen und Generationen miteinander - Computer- und Sprachkurs für Frauen mit Migrationshintergrund besuchte das Elisabeth-Tombrock-Haus

Gruppenfoto
Gruppenfoto

Eine besondere Begegnung zwischen verschiedenen Kulturen und Generationen ereignete sich kürzlich im Elisabeth-Tombrock-Haus. Das Seniorenheim öffnete dem "Computer- und Sprachkurs für Frauen mit Migrationshintergrund" aus dem Mittrops Spieker seine Pforten.

Die Kursleiterinnen Ergül Aydemir, Cansu Turan und Ludmila Krune von "Leitstelle Älter werden in Ahlen" und dem "Integrationsteam" der Stadt Ahlen und der Ahlener Bürgernetzinitiative organisierten den außergewöhnlichen Tag. "Unsere Teilnehmerinnen sind sehr motiviert und engagiert", berichteten die Kursleiterinnen strahlend. "Sie wollen nützlich sein und zugleich anderen eine Freude bereiten. Unser Ziel ist, den Teilnehmerinnen außerhalb der Kurse neue Kontakte mit Menschen in verschiedenen Organisationen und sozialen Einrichtungen zu ermöglichen. Damit zeigen wir neue Wege auf, um das Miteinander der mit verschiedenen Kulturen und Generationen zu fördern."

Morgens wurden in der Familienbildungsstätte von 12 Frauen türkische Spezialitäten, Kuchen und Kekse gebacken. Die Rezepte werden demnächst  auf der Seite www.migration-ahlen.de zu finden sein. Anschließend wurde das Gebäck eingepackt, denn am Nachmittag stand der Besuch zur Kaffeestunde bei den Senioren im Elisabeth-Tombrock-Haus an.

Neugierig und aufgeregt begab sich die Gruppe auf den Weg. In gemütlicher Runde servierten die ca. 18 Frauen nach einer kurzen Kennenlernphase das "Selbstgemachte". Gemeinsam wurde gegessen, Kaffee getrunken, erzählt und Gespräche geführt. Die Senioren genossen den turbulenten Besuch, wenn es waren auch etliche Kinder mitgekommen und bedankten sich für das Gebäck mit schönen Liedern.

Fr. Troester, Leiterin des Hauses, gab zum Schluss Informationen über das Wohnheim und beantwortete Fragen der Frauen, bevor die Gruppe die Führung durch das Haus antrat. Zum Schluss wurde noch zum Abschluss gemeinsam gesungen.

"Es war ein erfolgreicher Tag. Wir hatten einen Lebensbereich kennengelernt, der uns noch fremd war, wir haben neues gesehen und miterlebt." fassten die Kursteilnehmerinnen am Ende zusammen. Weitere Besuche in kleineren Gruppen werden nun folgen, um mehr Kontakt zu den älteren Menschen zu haben und ihnen eine Freude zu machen".

Pflege und Migration

Die häusliche Versorgung von Menschen, die hilfe- oder pflegebedürftig sind, ist auch für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zunehmend ein sehr wichtiges Thema. Daher wurde zu diesem Thema im Jahr 2008 eine Kursreihe durchgeführt, die großen Zuspruch fand. An dieser Stelle haben wir für Sie wichtige Materialien rund um die "Pflege in der Häuslichkeit" zusammengestellt und auch die zentralen Adressen und Telefonnummer der Hilfsdienste aufgeführt.

Mit allen Fragen können Sie sich bei der KAA-Pflege- und Wohnberatung melden, die Sie gern berät und an die Hilfsdienste weitervermittelt. Ihr Ansprechpartner ist dort Herr Martin Kamps, Telefon 02382-4090.

Weitere Informationen erhalten Sie in der Rubrik: Pflege und Migration

Heimat und Fremde – Frauenorte in Ahlen

Gruppenbild der Teilnehmerinnen
Gruppenbild der Teilnehmerinnen

das war der Rote Faden einer Stadtrundfahrt durch Ahlen, an der 35 deutsche und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte teilnahmen. Das Integrationsteam der Stadt Ahlen und die Integratiosnagentur der Arbeiterwohlfahrt hatten dazu eingeladen.

Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Integrationskonzeptes für Ahlen hat sich eine Reihe "Frauen im Gespräch" etabliert. Deutsche Frauen, vorwiegend Funktionsträgerinnen aus Politik und Verwaltung und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte sind neugierig aufeinender geworden und haben sich viel zu sagen. Und sie reden nicht nur miteinander, sondern machen auch gemeinsam neue Erfahrungen, wie den Besuch der "Frauenorte", die Frau Paschert-Engelke vorstellte. Es standen zum Beispeil der Therese-Münsterteicher-Platz, der Wibbelt-Hof, das ehemalige Mädchengymnasium St. Michael und auch die Henselstube im Vincenzhaus auf der Route.

Spannend waren die Geschichten über die Frauen, die diese Orte geprägt haben. Welche Berufe konnten sie wählen? Welchen gesellschaftlichen Einfluss hatten sie? Was bewegte Frauen, die aus Ostwestfalen kommend, fremd in Ahlen waren? Was bedeutet Heimat?

Das waren anregende Themen für alle Frauen - mit und ohne Zuwanderungsgeschichte.

Bei einem leckeren Imbiss im Bürgerzentrum Schuhfabrik wurde beschlossen: Beim nächsten Mal bei "Frauen im Gespräch" geht es um das Thema Hochzeit. Da kommt ganz bestimmt keine Langeweile auf! Wer Interesse hat mitzumachen, ist herzlich willkommen!

Kontakt: Integrationsteam der Stadt Ahlen 02382-59747 oder Integrationsagentur der AWO 02382-547060.

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