Redaktionsgruppe startet durch
6 motivierte Frauen mit Zuwanderungsgeschichte arbeiten an der Gestaltung der Homepage www.migration-ahlen.de eifrig mit. Unter der Leitung von Ergül Aydemir werden Berichte und individuelle Beiträge verfasst sowie Foto-Galerien erstellt, die auf der Seite veröffentlicht werden. (daha)
Redaktionsteam zur www.migration-ahlen.de
Das Redaktionsteam der www.migration-ahlen.de: Lütfiye Aslan, Nasrin Vali, Birgül Celik, Gülbahar Algün, Meral Balli, Leman Cihangir und Ergül Aydemir (von links nach rechts)
Ziel des Projekts besteht darin, Ahlener BürgerInnen mit Migrationshintergrund aktive Mitwirkung und kreative Beteiligung an der Gestaltung der www.migration-ahlen.de zu ermöglichen. Gefördert wird das Projekt vom Verein Alter & Soziales, Stadtteilforum Süd/Ost und Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW.

Die Bedeutung Kurbans, des Opferfestes für Moslems
Im Islam gibt es zwei große religiöse Feste, Ramadan auch bekannt als Zuckerfest und Kurban, das Opferfest. Im Folgenden werde ich auf das letztere eingehen.
Das Opferfest trifft auf das Hadsch, der Pilgerfahrt nach Mekka, welche zu den fünf Säulen des Islams zählt. Viele Moslems befinden sich in Mekka. Es wird nach dem islamischen Mondkalender am zehnten Zilhicce gefeiert, somit verschiebt es sich im Sonnenkalender jedes Jahr.
Dieses Jahr werden alle Moslems auf der ganzen Welt vom 25.10 bis zum 28.10 das viertägige Opferfest feiern. Das Opferfest ist im Islam sehr wichtig und es ist die Pflicht jeden Moslems, ein Tier als Opfergabe zu schlachten, sofern es finanziell möglich ist.
Das Wort Kurban bedeutet sich Allah nähern und ein Tier zu opfern, um sein Segen zu erlangen. ,,Weder das Fleisch, noch das Blut gelangen an Gott. Allein eure Gottesdienst erreicht Ihn'', ist ein Zitat aus dem Koran und verdeutlicht, dass nicht das Schlachten im Vordergrund steht, sondern die Liebe, Dankbarkeit und Bereitschaft für Allah alles zu opfern.
Im Koran wird in Sure 39 die Bedeutung des Kurbans mit der Geschichte des Propheten Ibrahim, dargestellt. Der Prophet liebte seine Familie sehr und insbesondere seinen langersehnten kleinen Sohn Ibrahim. Allah befahl Ibrahim im Traum seinen einzigen Sohn Ismail zu opfern, um der Welt Ibrahims Gottesliebe zu zeigen. Als Ibrahim seinem Sohn davon erzählte und nach seiner Meinung fragte, antwortete dieser, dass er tun soll, was Allah ihm befohlen hat. Seine schönste Kleidung angezogen folgte Ismail seinen Vater bis zu einem Berg. Der Prophet Ibrahim war bereit sein Sohn Ismail, Allah zu opfern, weil er sich absolut sicher war, dass Allah nur das Beste für die Menschen will. Folglich nahm er sein Messer und da sprach Allah zu Ibrahim, dass er die göttliche Prüfung bestanden hat. Im Gebüsch fanden sie darauf ein Schaf, welches sie an Stelle von Ismail opferten.
Jedes Jahr feiern die Moslems als Erinnerung an diese Geschichte das Opferfest. Am Morgen des Opferfestes versammeln sich alle Männer in der Moschee und verrichten gemeinsam das Morgengebet und zuzüglich das Festgebet. Dann gratulieren sich alle gegenseitig und meistens versammeln sich Familien anschließend um gemeinsam zu frühstücken. Alle ziehen sich schick an und oft gibt es Geschenke, insbesondere für die Kleinen. Danach gehen die Männer als Dank an Allah ein Tier schlachten, dabei handelt es sich meistens um Schafe, Ziegen oder Rinder. Zuletzt muss das Fleisch gerecht verteilt werden. Die Vorschrift ist, dass 1/3 an Nachbarn und Bekannte geht, 1/3 ist für die eigene Familie bedacht und 1/3 werden an Bedürftige verteilt. Somit sieht man, dass das Opferfest auch eine wichtige soziale Rolle spielt und den Frieden und die Brüderlichkeit fördert. An diesen Tagen werden Bekannte und Verwandte besucht, dabei werden leckere Speisen wie Baklava und Pogca neben dem geschlachteten Fleisch angeboten.

