Verwaltung und Politik beschäftigen sich intensiv mit Migration und Integration

- Teilnehmer und Teilnehmerinnen des ganztägigen Workshops: Migration und Integration als Handlungsfelder kommunaler Politik und Verwaltung, Bürgermeister Herr Ruhmöller - 4. von Links, Referent Integrationsbeauftragter aus Hamm Herr Schwibbe - 6. von links
Dass viele Fachbereichsleiter und Mitarbeiter der Stadt z.B. aus "Schule, Weiterbildung und Kultur", "Jugend und Soziales" oder "Recht, Sicherheit und Ordnung", aber auch aus Bereichen wie den "Ahlener Umweltbetrieben" und der "Stadtentwicklung" teilnahmen, zeigte das große Interesse an der Veranstaltung. Auch viele Politiker, unter ihnen Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, begrüßten eine Vertiefung des Themas und nahmen aktiv an dem Seminar teil.
Damit erfüllte sich zugleich eine Hoffnung des städtischen Integrationsteams: Eines der Hauptthemen des Seminars war es laut Daniela Noack vom Integrationsteam, das Thema Integration als eine Querschnittsaufgabe darzustellen und die hohe Bedeutung für alle Bereiche der Verwaltung und Politik aufzuzeigen.
Herr Schwibbe - Integrationsbeauftragter der Stadt Hamm - führte durch das Seminar. Zunächst stellte er die Integration in einen Gesamtzusammenhang, indem er von der Anwerbung bis zur Einbürgerung von Migranten einen kurzen Überblick gab. Aus den Teilnehmerreihen wurden von Anfang an viele Fragen gestellt und lebhaft mitdiskutiert. Auch die Grundzüge und Ziele kommunaler Integrationsförderung, besonders das Thema "Migrantenselbstorganisationen als Partner auf Augenhöhe", wurden erläutert.
Auf die Bedeutung eines kommunalen Integrationskonzepts (Ahlen verfügt seit mehr als einem Jahr über ein solches) wurde im weiteren Verlauf des Seminars eingegangen. Diskutiert wurden hier unter anderem die Handlungsmöglichkeiten einer kreisangehörigen Stadt, die Bedeutung von Meinungsträgern und die politische Verantwortung.
Die interkulturelle Öffnung der Verwaltung, deren Notwenigkeit und wie die Umsetzung aussehen kann, wurde in Arbeitsgruppen diskutiert. Die Fragen die sich hier stellten waren vor allem "Wo ist innerhalb der Verwaltung Handlungsbedarf und welche Maßnahmen sollen wie und wann ergriffen werden?" und "Was bedeutet es wenn Mitarbeiter über interkulturelle Kompetenz verfügen?".
Herr Ruhmöller merkte zum Anschluss des ergebnisreichen Seminartages in seinem Resümee an, das dieser Workshop keine einmalige Aktion bleiben dürfe. Migration und Integration als Handlungsfelder kommunaler Politik und Verwaltung seien ein Dauerthema und es gäbe noch viel zu lernen und zu besprechen, so dass eine Fortsetzung des Seminars bereits in Planung ist.
