Ahlen bekommt Besuch aus Ankara

Die erfolgreiche Integrationsarbeit der Stadt Ahlen hat sich bis zur TOBB-Universität in Ankara, genauer bis zu  Aysenur Kirbitci, herumgesprochen. Die Mitarbeiterin der technischen Uni ist dort zuständig für Jugend- und europäische Projekte. Auf Ahlen hat sie Ahmed Salincakli gebracht. Der Chef der Ahlener türkischen Aktuell-Zeitung hat in Ankara von der professionellen Integrationsarbeit vor Ort geschwärmt. Neugierig geworden, nutzte sie jetzt das ERASMUS-Austauschprogramm und die bilateralen Abkommen um für ein paar Tage Ahlen zu besuchen.

Gruppenfoto mit dem Besuch aus Ankara
Bürgermeister Benedikt Ruhmöller mit dem Integrationsteam der Stadt Ahlen und dem Gast aus Ankara - Mehmet Tanli, Maria Nortmann, Ursula Woltering, Aysenur ‚Kirbutci, Benedikt Ruhmöller, Verena Strozyk und Nadja Rademacher

Dabei hat das Integrationsteam ihr viele praktische Einblicke in die Integrations- und Projektarbeit der Stadt Ahlen gewährt. "Es wäre schön, eine langfristige Zusammenarbeit zwischen beiden Städten aufzubauen", erzählte sie bei der Begrüßung durch Bürgermeister Benedikt Ruhmöller. Ihre Erfahrungen hier möchte sie künftig auch bei ihrer Arbeit nutzen und das Interesse der Studenten an Austauschprogrammen fördern.

Die Integrationsarbeit ist in der Türkei nicht so professionell wie in Deutschland. Die Arbeit wird dort vor allem ehrenamtlich von Vereinen geleistet. Dabei ist die Integration der eigenen Landsleute dort ein großes Thema. Die Landflucht treibt viele Menschen in die Großstadt und führt häufig zu Anpassungsproblemen.  

Das Integrationsteam der Stadt Ahlen hat für die "neugierige" junge Frau ein vielseitiges und interessantes Programm aufgestellt. Neben den verschiedenen Projekten zur Integration lernte sie auch die verschiedenen Träger und Institutionen kennen. Ein Empfang mit dem Vorsitzenden des Ausländerbeirates, Adem Türkoglu, ein Treffen mit türkischen Geschäftsleuten, ein Ausflug nach Münster, ein Besuch der Ditib-Moschee und unterhaltsame Abende mit gutem Essen standen ebenfalls auf dem Plan.