Ahlen tritt Rechtsextremismus entschlossen entgegen

"... Freiheit, Toleranz, Solidarität, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und internationale Menschenrechte ..." - für diese Begriffe steht Ahlen. Deshalb wurde Anfang Juli eine "Resolution gegen Rechtsextremismus" von Bürgermeister Benedikt Ruhmöller und vielen Vertretern aus über 20 Verbänden und Institutionen unterschrieben und anschließend für weitere Unterschriften im Eingangsfoyer des Rathauses ausgestellt. Einem dummen Jungenstreich gleich ist diese Resolution aus dem Rathaus entwendet worden. Deshalb wurde die Veranstaltung jetzt noch einmal wiederholt.

Im Sitzungssaal
Im Sitzungssaal bei der Unterzeichnung

Über 200 Menschen ließen den Sitzungssaal II des Rathauses aus allen Nähten platzen und nutzten noch einmal die Möglichkeit, ihr Bekenntnis zum friedlichen Miteinander zu bestätigen und mit ihrer Unterschrift ein klares Bekenntnis gegen Rechtsextremismus abzugeben.

Etliche Bürger konnten das Geschehen nur noch von außen verfolgen. Dabei waren dieses Mal auch viele Schüler unter Anderem des St. Michael-Gymnasiums und der Fritz-Winter-Gesamtschule. Dietmar Zöller, Geschäftsführer des Paritätischen Zentrums berichtete von seinen aktuellen Erfahrungen. Beschimpfungen Rechtsextremer im Internet, die sich gegen die Integrationsbemühungen des Wohlfahrtsverbandes richteten, gaben der Aktion einen aktuellen Bezug.

Bürgermeister Benedikt Ruhmöller und Adem Türkoglu, Vorsitzender des Ausländerbeirats, setzten als Erste ihre Unterschrift auf das Papier, das schon nach kurzer Zeit fast gefüllt war. Die Resolution hat jetzt ihren Platz im Bürgerservice. Wer am 21. August verhindert war und noch schriftlich ein Bekenntnis gegen Rechtsextremismus abgeben möchte, kann diese dort zu den üblichen Öffnungszeiten unterschreiben.

Bürgermeister Ruhmöller kündigte in Kürze eine kreisweite Tagung mit allen Fachleuten zur Analyse der gegenwärtigen Situation an.