Bürgermeister besucht türkische Familie zum "Zuckerfest"

- Bürgermeister besucht türkische Familie zum "Zuckerfest"
Die Feierlichkeiten beginnen dabei mit einem gemeinsamen Gebet in der Moschee. Anschließend wird auf dem Friedhof der verstorbenen Verwandten und Bekannten gedacht. Der restliche Tag wird regelmäßig dazu genutzt, Verwandte und Bekannte zu besuchen, gemeinsam zu essen und sich gegenseitig Geschenke zu machen. Besonders an die Kinder werden eine Menge Süßigkeiten verteilt. Deshalb auch der Name "Zuckerfest".
Vermittelt hatte den Besuch der Vorsitzende des DITIB-Moschee-Vereins, Veli Cubukcu. Ruhmöller, der diese türkische Familie beispielhaft für die vielen anderen türkischen Ahlener Familien besuchte, bedankte sich für die Gelegenheit, so direkt die Gebräuche und Gepflogenheiten der türkischen Kultur kennenlernen zu dürfen. Hautnah erlebte er dabei die große Gastfreundschaft der Familie, die ihn mit verschiedenen türkischen Spezialitäten verwöhnte.
Drei Generationen wohnen inzwischen in dem Haus. Ganz klassisch die Geschichte der Familie: In den 1960er Jahren kam Großvater Ali nach Ahlen, um im hiesigen Bergbau zu arbeiten. Inzwischen ist die Familie um zahlreiche Kinder, Schwiegerkinder und Enkelkinder gewachsen. Dabei sind sie "ein Musterbeispiel für gelungene Integration in Ahlen", findet Ruhmöller. Alle Familienmitglieder sprechen gut Deutsch, sind berufstätig oder absolvieren eine Ausbildung bzw. gehen noch zur Schule oder in den Kindergarten. Vater Kalintas betreibt beim ATSV aktive Integrationsarbeit.
"Wir wissen, wie viel Wert Sie auf Integration legen und das merken wir auch", würdigte auch Cubukcu, der Vorsitzende der Ditib-Moschee, die vielfältigen Aktivitäten der Stadt Ahlen in Sachen Integration. "Wir fühlen uns in Ahlen wohl und haben auch das Gefühl, dass wir hier gut zusammengewachsen sind."
