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650 Gesamtschüler trotzen Sturm und Regen für den Engagementpreis

Selbst der kalte Regenguss am Ende der Aktion konnte die gute Laune nicht vertreiben. Rund 650 Schüler der Fritz-Winter-Gesamtschule unternahmen einen nicht ganz gewöhnlichen Ausflug in den Berliner Park. In Höhe des neuen Kinderspielplatzes stellten sie den Schriftzug TRIALOG nach – als lebendiges Bild. Gekleidet in den gelben T-Shirts der Landesgartenschau gaben sie ein buntes Bild im herbstlichen Grau ab.


„Mit der Massenaktion soll der Bewerbung um den Deutschen Engagementpreis noch einmal richtig Schwung verliehen werden“, erklärte Michaela Mormann vom Kampagnenteam. Zurzeit sei man unter den „Top 5“ im Ranking aller zwanzig Kandidaten. Um noch weiter nach oben zu kommen, müssen noch einige Klicks im Internet für Ahlen abgegeben werden. Dazu bleibt noch Zeit bis zum 1. November auf der www.ahlen.de

Sollte der mit 10.000 Euro dotierte Engagementpreis tatsächlich nach Ahlen geholt werden, wird mit dem Geld eine Laufbahn im Berliner Park gebaut. Im Trialog-Konzept ist der Park als Sport- und Bewegungspark vorgesehen. Eine solche Bahn, so Alois Brinkkötter, wäre auch für den Schulsport eine gute Sache. Für den Leiter der Fritz-Winter-Gesamtschule war es folglich eine „Ehrensache“, spontan für das Massenbild Schüler abzustellen. Schon am LaGa-Jury-Tag am 4. Mai tanzten 1.300 seiner Schüler eine mitreißende Massenchoreographie. „Wir machen das heute als Schulveranstaltung“, so Brinkkötter, der es allen Schülern der fünften bis achten Klassen freigestellt hatte, in den Berliner Park zu kommen. Nur die, die eine Klassenarbeit zu schreiben hatten, waren leider verhindert.

Ein dickes Lob hatte auch Karin Jaspert vom Jugendamt für alle Schülerinnen und Schüler. „Das lief alles reibungslos, eine ganz tolle Disziplin“, hätte sie vorher „im Traum nicht daran gedacht“, dass so schnell alle ihren Platz finden würden. Schon am frühen Morgen hatten Kollegen der Umweltbetriebe den 24 Meter breiten Schriftzug mit Flatterband und Sand auf den Rasen gemalt.

Aus dem Korb des Hubsteigers von Tobias Kottmann nutzten schließlich Pressefotografen die einzigartige Gelegenheit, bei Sturmböen aus fünfundzwanzig Meter Höhe ein unvergessliches Foto zu schießen. Obwohl der Mann von den Ahlener Umweltbetrieben versicherte, dass sein Steiger „standsicher“ sei, kam manch ein Fotograf dann doch mit blassem Gesicht wieder zurück auf den festen Boden.


18.10.2011
Kategorie: Sonstige Projekte
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