Aktuelles
Infoveranstaltung zur geplanten Sekundarschule in Ahlen
Am kommenden Dienstag, 18. Oktober 2011 wird um 20.00 Uhr in der Stadthalle Ahlen eine Elterninformation zur Einführung der geplanten Sekundarschule zum Schuljahr 2012/. Die Moderation wird Frau Elisabeth Werner Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses sowie Mitglied des Integrationsrates übernehmen.
Im Rahmen der Diskussion in der zweiten Jahreshälfte 2009 um die externe Erstellung einer Schulentwicklungsplanung wurde von allen Fraktionen gewünscht, diese Planung zu be-gleiten und bereits bei der Erstellung eines Anforderungsprofils für diese Planung einbezo-gen zu werden. Dazu sollte als Gremium die in 2006 konstituierte Lenkungsgruppe „Integrier-te Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung“ – allerdings in neuer personeller Konstellation – tätig werden, um den Prozess der Erstellung einer Integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung für den Bereich der Stadt Ahlen zu begleiten.
Auf der ersten Sitzung wurde gemeinsam ein Anforderungsprofil (Themen- und Fragekatalog) erstellt, das im Rahmen einer Integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung bei der Planungserstellung Berücksichtigung finden sollte. Angesichts der demografischen Entwicklung und den vermutlich unausweichlichen Auswirkungen auch auf die Bildungsinfratruktur vor Ort beinhalteten die relevanten Themenstellungen einerseits Problemfelder im Bereich Schule und wurden andererseits um Fragestellungen der Jugendhilfe ergänzt.
Angesichts der Infragestellung des Fortbestehens der beiden Gemeinschaftshauptschulen Bodelschwinghschule und Geschwister-Scholl-Schule – festgemacht an der erforderlichen Mindestgröße – schlägt der Schulentwicklungsplaner darüber hinaus eine völlige Reorganisation der Sekundarstufe vor Ort vor. Zunächst richtete man dabei den Fokus auf die Errichtung einer Gemeinschaftsschule nach Auflösung der beiden Gemeinschaftshauptschulen und der Realschule und empfahl eine anschließende „Verschmelzung“. Dies hätte jedoch eine Teilnahme am Modellvorhaben „Gemeinschaftsschule“ – einem Schulversuch gem. § 25 Abs. 1 und 4 Schulgesetz NRW“ – vorausgesetzt und einer entsprechenden Bewerbung beim Land NRW bedurft. Durch den sog. Schulkonsens auf Landesebene wird der „Modellversuch Gemeinschaftsschule“ aber nicht mehr weiterverfolgt. Stattdessen wird das Angebot an weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen um die Sekundarschule erweitert. Diese neue Schulform, die als Regelschule Eingang in das Schulgesetz NRW finden soll, unterscheidet sich von der Gemeinschaftsschule dadurch, dass sie stets ohne Oberstufe geführt wird.
Der Bildungsgang zum Abitur wird durch eine verbindliche Kooperation mit einer gymnasialen Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs gesichert. Die Sekundarschule ist mindestens dreizügig. In den Jahrgängen 5 und 6 wird gemeinschaftlich und differenzierend zusammen gelernt. Ab dem 7. Jahrgang kann der Unterricht auf der Grundlage des Beschlusses des Schulträgers unter enger Beteiligung der Schulkonferenz integriert, teilintegriert oder mindestens in zwei getrennten Bildungsgängen (kooperativ) erfolgen.
Eine weitere Unterscheidung zur Gemeinschaftsschule ergibt sich aus den Vorgaben für die zweite Fremdsprache. Im Rahmen des Modellversuchs Gemeinschaftsschule ist die zweite Fremdsprache im 6. Jahrgang obligatorisch. Für die Sekundarschule soll festgelegt werden, dass die zweite Fremdsprache im 6. Jahrgang fakultativ angeboten wird. Ein weiteres Angebot einer zweiten Fremdsprache ab dem 8. Jahrgang soll die Anschlussfähigkeit für das Abitur sichern. Hervorzuhaben ist zudem, dass es sich bei der Sekundarschule in der Regel um eine Ganztagsschule handelt.
In die zu errichtende Sekundarschule werden in der Regel verschiedene Schulformen zusammengeführt, wenn hierfür vor Ort ein Bedürfnis entsteht. Grundlage hierfür ist die Entwicklung der Schülerzahlen und die Befragung der Grundschuleltern. Die Sekundarschule wird vom kommunalen Schulträger unter Einbindung der Schulkonferenzen und in Abstimmung mit den ggf. betroffenen benachbarten kommunalen Schulträgern beschlossen.
Derzeitig wird an der Entwicklung eines Konzeptes für die Realisierung einer Sekundarschule in Ahlen gearbeitet.

