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Interkulturelle Führung zu Max Pechstein mit türkischer Übersetzung
Max Pechstein war Zeit seines Lebens auf Reisen: Italien, Frankreich, die Länder der Ostsee-Küste, sogar bis in die Südsee verschlug es den Künstler. Stets war er dabei auf der Suche nach einem Leben in Harmonie mit der Natur, das er vor allem im Zusammensein mit den Fi-schern ganz unterschiedlicher Länder verwirklicht sah. In seinen Gemälden beschäftigt er sich immer wieder mit dem Leben auf See, ganz gleich, ob es sich um Fischer aus Italien, der Kuri-schen Nehrung oder den Palau-Inseln handelt. Fand Pechstein bei den Menschen anderer Kul-turen in erster Linie eigene Wunschvorstellungen vor?
Oder gab er auf deren spezifische Eigenheiten Acht? Dieser und ähnlichen Fragen geht eine interkulturelle Führung für Menschen mit und ohne Migrationserfahrung nach, die das Kunstmuseum Ahlen in Kooperation mit dem Integrationsteam der Stadt Ahlen am Donnerstag, den 20. Oktober von 15.30 bis 17.00 Uhr anbietet. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei; eine Übersetzung in türkischer Sprache steht bei Bedarf zur Verfügung. Anmeldung und Information unter der Telefonnummer 0 23 82 / 91 83 35.
Die künstlerische Leistung des „Expressionisten aus Leidenschaft“ findet dabei ebenfalls ausgiebig Berücksichtigung. Die Aufsehen erregenden Formen und Farben seiner Gemälde, die entstanden sind, als Pechstein zusammen mit Gleichgesinnten in der Künstlergruppe „Die Brücke“ gearbeitet hat, die Aneignung der Bildlösungen wichtiger Künstler wie van Gogh oder Matisse und die eigenständige Positionierung zwischen Tradition und Moderne werden in der Führung auf verständliche Weise anschaulich gemacht. Auch dem Austausch zwischen den Teilnehmern der Führung wird genügend Raum gegeben. So kann im Gespräch herausgefunden werden, ob die Kunst Max Pechsteins zu unterschiedlichen Deutungen anregt, wenn sie mit verschiedenen individuellen oder kulturellen Erfahrungen in Verbindung gebracht wird.

